Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

v.l.n.r.: Hel­mut Rüs­kamp (Vize­prä­si­dent Lan­des­ver­band Gar­ten­bau), Mar­tin Wal­ser (Geschäfts­füh­rer OLGA Treu GmbH), Fritz Möl­ders (Vize­prä­si­dent Lan­des­ver­band Gar­ten­bau), Eva Käh­ler-Theu­er­kauf (Prä­si­den­tin Lan­des­ver­band Gar­ten­bau), Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Schranz, Bene­dikt Ober­holz (GU Gold­beck), Tors­ten Sie­ben (GU Gold­beck), Ant­je Knauf (OWT), Micha­el Rüscher (Geschäfts­füh­rer OWT)

Anker­mie­ter wird der Lan­des­ver­band Gar­ten­bau Nord­rhein-West­fa­len e.V.

Wer uns künftig besucht, soll gleich merken, dass man zu den Gärtnern kommt“

Ab Som­mer 2022 wird vom Ober­hau­se­ner OLGA-Park eine „Strahl­kraft im grü­nen Bereich für ganz NRW aus­ge­hen“. Davon zeig­te sich die Prä­si­den­tin des 2016 ver­ei­nig­ten Lan­des­ver­bands Gar­ten­bau Nord­rhein-West­fa­len e.V., Eva Käh­ler-Theu­er­kauf bei der Vor­stel­lung eines außer­ge­wöhn­li­chen Ober­hau­se­ner Bau­vor­ha­bens über­zeugt. Denn „Zum Stei­ger­haus“ in Oster­feld wird der­zeit in einer atem­be­rau­ben­den Geschwin­dig­keit das soge­nann­te „Haus der Grü­nen Ver­bän­de“ errich­tet. Mit­te Mai war mit den Erd­ar­bei­ten begon­nen wor­den, schon im Sep­tem­ber soll der Roh­bau mit einer Geschoss­flä­che von ins­ge­samt 2.300 m² kom­plett ste­hen. Der Gebäu­de­kom­plex soll nach Bau­fer­tig­stel­lung im Som­mer nächs­ten Jah­res Stand­ort wich­ti­ger Ver­bän­de der Gar­ten­bau­bran­che aus NRW wer­den. Bau­herr ist die eigens von den Treu­hand­stel­len Dau­er­grab­pfle­ge im Rhein­land und in West­fa­len gegrün­de­te OLGA Treu GmbH. Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men beträgt rund 12,5 Mio. Euro.

Haus der Grü­nen Ver­bän­de wird NRW-weit zur zen­tra­len Adres­se einer gan­zen Branche

Anker­mie­ter vom „Haus der Grü­nen Ver­bän­de“ ist die Geschäfts­stel­le des Lan­des­ver­bands Gar­ten­bau NRW mit sei­nen mehr als 2.000 Mit­glieds­be­trie­ben. Der Stand­ort am OLGA-Park in Ober­hau­sen soll ab Som­mer 2022 der neue zen­tra­le Sitz des Lan­des­ver­ban­des wer­den, der aktu­ell zwei Geschäfts­stel­len in Köln und Dort­mund hat. Für den neu­en Stand­ort hat­te man sich bereits 2018 ent­schie­den. „Wir haben Ober­hau­sen schon seit der Lan­des­gar­ten­schau 1999 in guter Erin­ne­rung. Bereits seit­dem war klar: Das ehe­ma­li­ge Zechen­ge­län­de hier in Oster­feld hat nicht nur eine Berg­bau- son­dern auch eine gärt­ne­ri­sche Geschich­te“, erklär­te Eva Käh­ler-Theu­er­kauf. Und da sei es durch­aus nahe­lie­gend gewe­sen, die­ses zen­tral gele­ge­ne Are­al nun auch als Stand­ort der neu­en Geschäfts­stel­le zu wäh­len, auch in dem Wis­sen, dass sich in Ober­hau­sen his­to­risch Rhein­land und West­fa­len ver­mischt haben. Denn ein Teil der Stadt gehör­te frü­her ja zum Rhein­land, ein ande­rer zu West­fa­len. „Das mach­te die Ent­schei­dung für uns Rhein­län­der und West­fa­len für Ober­hau­sen leich­ter“, berich­te­te sie schmunzelnd.

Als wei­te­re Mie­ter ste­hen jetzt schon die För­der­ge­sell­schaft Gar­ten­bau, die Rhei­ni­sche Treu­hand­stel­le für Dau­er­grab­pfle­ge sowie die Gesell­schaft für Dau­er­grab­pfle­ge West­fa­len-Lip­pe fest. Auch der Ver­band Gar­ten-, Land­schafts- und Sport­platz­bau NRW sowie der Ver­band des Deut­schen Blu­men-Groß- und Import­han­dels haben sich ent­schie­den, nach Ober­hau­sen zu zie­hen. „Das Haus wird damit zur Adres­se einer gan­zen Bran­che. Man kann auch sagen: Der Gar­ten­bau sitzt ab 2022 in Ober­hau­sen“, freu­te sich Eva Käh­ler-Theu­er­kauf beim Bau­stel­len­be­such. Nur zwei Teil­flä­chen von jeweils 350 Qua­drat­me­ter sind aktu­ell noch frei. Die eine Flä­che befin­det sich im Erd­ge­schoss, die ande­re im 3. OG mit unver­bau­tem Blick über die Stadt.

Die­ses Gebäu­de ist ein schö­ner Schluss­stein einer guten Ent­wick­lung auf dem Gelän­de Zeche Oster­feld“, freu­te sich Ober­hau­sens Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Schranz über die­ses „grü­ne Bau­vor­ha­ben“. Wei­ter beton­te er: „Wir freu­en uns, dass der Lan­des­ver­band Gar­ten­bau Nord­rhein-West­fa­len e. V. und sei­ne Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ihre bis­he­ri­gen Geschäfts­stel­len aus Köln und Dort­mund hier am Stand­ort Ober­hau­sen im neu­en Quar­tier ,OLGA-Park‘ ansie­deln. Mit dem Lan­des­ver­band sowie dem Ver­band des Gar­ten-, Land­schafts- und Sport­platz­baus ent­ste­hen hier nicht nur 40 Arbeits­plät­ze. Wir gewin­nen auch wich­ti­ge Exper­ten und Part­ner für die Bewäl­ti­gung der Klimaherausforderungen.“

Dem schloss sich Micha­el Rüscher, Geschäfts­füh­rer der OWT Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung an und beton­te: „Mit dem ,Haus der Grü­nen Ver­bän­de‘ schreibt unse­re Wirt­schafts­för­de­rung das letz­te Kapi­tel der erfolg­rei­chen Ent­wick­lung des neu­en Stadt­quar­tiers am OLGA-Park.“ „Wenn das Gebäu­de im nächs­ten Jahr fer­tig gestellt ist, wer­den allein seit 2018 rund 30 Mil­lio­nen Euro auf dem nörd­li­chen Are­al des ehe­ma­li­gen Zechen­ge­län­des in Büros und Woh­nun­gen inves­tiert wor­den sein und es konn­ten 150 Arbeits­plät­ze ange­sie­delt wer­den.“ Damit kön­ne man sehr zufrie­den sein, erklär­te der Ober­hau­se­ner Wirt­schafts­för­de­rer. Das im Bau befind­li­che „Haus der Grü­nen Ver­bän­de“ ver­glich Rüscher mit „Kir­schen auf dem Sah­ne­ku­chen“. Es sei ein archi­tek­to­ni­sches High­light, ein rich­ti­ger Hingucker.

Das war auch von Anfang das Ziel der Bau­her­ren und -pla­ner. „Für uns war immer klar: Die Archi­tek­tur des grü­nen Hau­ses soll­te bestechen. Wer uns künf­tig besucht, soll gleich mer­ken, dass man zu den Gärt­nern kommt“ erklär­te Fritz Möl­ders von der Rhei­ni­schen Treu­hand­stel­le für Dau­er­grab­pfle­ge GmbH, stell­ver­tre­tend für die Inves­to­ren. Schaut man sich den nun so gut wie abge­schlos­se­nen Roh­bau und die wei­te­ren Pla­nun­gen an, dann kann man sich schon jetzt vor­stel­len, dass die­ses Ziel auf gan­zer Linie erreicht wer­den kann. Denn hier wird ein wirk­lich grü­nes Haus ver­wirk­licht. Dafür sor­gen begrün­te Dächer und Ter­ras­sen eben­so wie eine grü­ne Park­platz­flä­che mit über tau­send Qua­drat­me­tern für die Mit­ar­bei­ten­den und Besu­cher des Hau­ses. Allein für die Außen­ge­stal­tung, zu der auch eine mög­lichst gerin­ge Flä­chen­ver­sie­ge­lung des gesam­ten Are­als gehö­ren soll, ist ein Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von fast einer Mil­lio­nen Euro geplant.

Das gesam­te Gebäu­de wird selbst­re­dend ener­ge­tisch auf dem neu­es­ten Stand der Tech­nik sein und weist eine hohe Ener­gie­ef­fi­zi­enz auf. „Schon jetzt steht fest, dass hier 40 Pro­zent CO2 ein­ge­spart wer­den kön­nen.“ Das ver­spricht Tors­ten Sie­ben vom Gene­ral­un­ter­neh­men Gold­beck. Und das Bau­vor­ha­ben wird schluss­end­lich sogar CO2-neu­tral errich­tet wer­den kön­nen. Denn zum Aus­gleich für den unver­meid­li­chen CO2-Ver­brauch wäh­rend der Bau­pha­se will der Gene­ral­un­ter­neh­mer Gold­beck Tau­send neue Bäu­me in Oster­feld pflanzen.

Fotos: Clau­dia Wendt, Lan­des­ver­band Gar­ten­bau Nord­rhein-West­fa­len e.V.

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