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Nina Schaf­feld
Social Media Manager
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20.9.2021
Social Media

GIVE ME FOUR / Die Macht der sozialen Netzwerke

Auf Insta­gram, Face­book und Co. fin­det man schon lan­ge nicht mehr nur pri­va­te Urlaubs­fo­tos. Die sozia­len Netz­wer­ke haben sich in den letz­ten Jah­ren zu einem der wich­tigs­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le für Unter­neh­men ent­wi­ckelt. Social-Media-Platt­for­men sind bekannt für ihre Schnell­le­big­keit – Was ges­tern noch voll im Trend war, ist heu­te schon old­school. Dass hin­ter einer pro­fes­sio­nel­len Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Social Media aller­dings mehr steckt, als nur das Pos­ten von Bil­dern, ist für vie­le auf den ers­ten Blick nicht sicht­bar. Obwohl jedes Unter­neh­men und jeder Account ande­re Schwer­punk­te legt und indi­vi­du­ell kom­mu­ni­ziert, füh­ren in den sozia­len Netz­wer­ken eini­ge Basics zum gewünsch­ten Erfolg. Wor­auf muss ich ach­ten? Was soll­te ich ver­öf­fent­li­chen? Wann pos­te ich am besten?

Hier sind vier kur­ze Tipps und Tricks für einen erfolg­rei­chen Social-Media-Auftritt:

1 Con­tent is King
Das A und O für eine erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Social Media ist der Con­tent, also der ver­öf­fent­lich­te Inhalt. Beson­ders wich­tig sind Fotos und Vide­os in hoch­wer­ti­ger Qua­li­tät und mit inter­es­san­tem Inhalt. Der Con­tent muss für die Com­mu­ni­ty anspre­chend gestal­tet sein, damit die Lese­rin­nen und Leser mit dem Bei­trag inter­agie­ren, ihn also kom­men­tie­ren, liken oder tei­len. Auf die­se Wei­se kann die Reich­wei­te des Postings und des Accounts gestei­gert wer­den. Jedoch ist nicht nur der Inhalt wich­tig, son­dern auch das rich­ti­ge Bei­trags­for­mat. Wäh­rend 9:16 das rich­ti­ge For­mat für Reels (Kurz­vi­de­os) ist, soll­ten Feed-Postings im 1:1-Format ver­öf­fent­licht werden.

2 Call-to-Action in der Copy
Zu einem erfolg­rei­chen Pos­ting auf Social Media gehört nicht nur ein anspre­chen­der Con­tent, son­dern auch eine gut über­leg­te Copy. Unter der Copy (auch Tea­ser oder Cap­tu­re genannt) ver­steht man den Text, der zu einem Bild oder Video hin­zu­ge­fügt wird. „Je mehr des­to bes­ser“ stimmt in die­sem Fall jedoch nicht, denn in der Copy soll­ten ledig­lich die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen ste­hen. Um die Enga­ge­men­tra­te (Inter­ak­ti­ons­ra­te) zu stei­gern und die Reich­wei­te zu erhö­hen, sind soge­nann­te Call-to-Actions (CTA) beson­ders wich­tig. Hier­bei han­delt es sich um eine direk­te Auf­for­de­rung an den User, den Bei­trag zu kom­men­tie­ren, zu liken oder zu teilen.

3 Timing ist gefragt
Bei­trä­ge soll­ten mit Bedacht gepos­tet wer­den, denn es gibt für jede Ziel­grup­pe das rich­ti­ge Timing. Postings soll­ten immer dann ver­öf­fent­licht wer­den, wenn die gewünsch­te Ziel­grup­pe am aktivs­ten ist. Wäh­rend man Geschäfts­leu­te eher in den Abend­stun­den oder in der Mit­tags­pau­se erreicht, sind jün­ge­re User häu­fi­ger am Tag auf Social Media aktiv. Woher weiß man, wann sei­ne Fol­lower aktiv sind? Dafür bie­ten Insta­gram und Co. Sta­tis­ti­ken und Insights an, in denen man alle wich­ti­gen Key­facts zu sei­nen Fol­lo­wern erfährt.

4 Die Rau­te der sozia­len Netzwerke
Platt­for­men wie Twit­ter und Insta­gram zeich­nen sich beson­ders durch #Hash­tags aus, also einem Schlag­wort, durch das der Inhalt kate­go­ri­siert und für die User leich­ter auf­find­bar wird. Hash­tags soll­ten jedoch nicht wahl­los ein­ge­setzt, son­dern auf den Bei­trag abge­stimmt wer­den. Die Ver­wen­dung von Hash­tags stei­gert zudem die Mög­lich­keit, sei­ne Com­mu­ni­ty zu vergrößern.

Wie das funk­tio­niert? Ganz ein­fach: Usern, die nach einem bestimm­ten Hash­tag suchen, wer­den alle Postings mit dem ent­spre­chen­den Hash­tag ange­zeigt. So erschei­nen auch Inhal­te von bis­lang nicht abon­nier­ten Accounts. Ist der Con­tent und die Copy zum Hash­tag dann auch noch anspre­chend, hin­ter­lässt der User viel­leicht nicht nur einen Like, son­dern auch ein Abon­ne­ment. Ein wei­te­rer Fol­lower ist gewon­nen und die Com­mu­ni­ty ist gewachsen.

Autorin: Nina Schaffeld

30.8.2021
Grün­dung in der Gastonomie

GIVE ME FOUR / Die Stolperfallen einer Gastronomie-Gründung

Wer glaubt, er kön­ne Gas­tro­nom wer­den, weil er gut kocht oder ger­ne Gäs­te bewir­tet, der unter­schätzt die­se Bran­che fatal. Sie ist an Kom­ple­xi­tät kaum zu über­bie­ten. Wor­an das liegt? Im Grun­de wird der gesam­te Wirt­schafts­kreis­lauf in einem Raum abge­bil­det. Und die Leis­tung muss immer sofort erbracht wer­den, sie dul­det kei­nen Aufschub.

Auf der ande­ren Sei­te gibt es aber kei­ne fach­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, die erfor­der­lich wären, um in der Gas­tro­no­mie zu grün­den. Damit setzt der Gesetz­ge­ber ein völ­lig fal­sches Zei­chen für Grün­dungs­wil­li­ge. Jeder darf, wenn er will…

Im Fol­gen­den sind zumin­dest die vier größ­ten Stol­per­fal­len beschrie­ben, die dazu geführt haben, dass bis zu 70 % der Neu-Gas­tro­no­men in den ers­ten drei Jah­ren wie­der schlie­ßen müssen.

1 Mar­ken­auf­bau
Einem Gas­tro­no­mie-Grün­der muss klar sein, dass alle Gäs­te zu dem Zeit­punkt, wenn er eröff­net, bereits ver­ge­ben sind. Alle poten­zi­el­len Gäs­te haben sich schon für ihren Lieb­lings­ita­lie­ner, ihr favo­ri­sier­tes Eis­ca­fé und den Club mit ihrem bevor­zug­ten Musik­stil ent­schie­den. Nie­mand hat zuhau­se gewar­tet, bis Gas­tro­nom X, Y oder Z eröff­net. Der Markt ist durch ein Über­an­ge­bot an Gas­tro­no­mien seit Jah­ren kom­plett gesättigt.

In die­sem Über­an­ge­bot muss es dem Grün­der nun gelin­gen, bemerkt zu wer­den. Dies kann durch die Unver­wech­sel­bar­keit sei­nes Spei­se- und Geträn­ke­an­ge­bots gesche­hen. Der „klei­ne“ Indi­vi­du­al­gas­tro­nom braucht ein kuli­na­ri­sches Ange­bot, das sich in eini­gen Facet­ten vom Stan­dar­d­an­ge­bot der Sys­tem­gas­tro­no­mien absetzt, aber gleich­zei­tig nicht zu „nischig“ ist und damit zu vie­le mög­li­che Gäs­te aus­schließt. Ein bis zwei Allein­stel­lungs­merk­ma­le reichen.

Mehr Allein­stel­lungs­merk­ma­le sind wie­der­um auch nicht gut. Wenn die Gas­tro­no­mie z. B. durch ihr vega­nes Ange­bot oder ihr coo­les, ange­sag­tes Ambi­en­te die ers­ten Gäs­te auf sich auf­merk­sam gemacht hat, gilt es nun, das Emp­feh­lungs­mar­ke­ting (Mund­pro­pa­gan­da) zu unter­stüt­zen. Hier­für ist eine klar umris­se­ne Mar­ke erfor­der­lich. Ein Mar­ken­kern, den ein Gast sei­nen Freun­den mit weni­gen Wor­ten erklä­ren kann und der im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes „Geschmack macht“. Es wird also eine Mar­ke benö­tigt, die sich auch in der Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­heit­lich und wie­der­erkenn­bar zeigt. Das Logo bil­det dafür die Basis und legt i. d. R. auch gleich die soge­nann­ten Haus­schrif­ten und -far­ben fest, mit denen stets gear­bei­tet wer­den sollte.

2 Finan­zen
So nied­rig die Hür­de bei den fach­li­chen Vor­aus­set­zun­gen ist, so hoch ist sie bei den finan­zi­el­len. Ein Restau­rant, ein Café oder eine Bar zu eröff­nen ist teu­er. Da kom­men schnell 50 bis 200 € pro Qua­drat­me­ter bis zur Eröff­nung zusam­men. Nicht nur für Reno­vie­rung und Ein­rich­tung, son­dern allei­ne die Miet­kau­ti­on ver­schlingt einen hohen vier­stel­li­gen bis sogar fünf­stel­li­gen Betrag – ohne einen wei­ter­füh­ren­den Nut­zen für den Grün­der. Dass die­se Beträ­ge die meis­ten nicht aus­schließ­lich mit dem Eigen­ka­pi­tal bezah­len kön­nen, liegt auf der Hand. Meist muss ein Groß­teil fremd­fi­nan­ziert werden.

Dabei sind die Ban­ken und Spar­kas­sen oft die ers­ten Adres­sen. Lei­der ist die Gas­tro­no­mie auf­grund ver­hält­nis­mä­ßig hoher Kre­dit­aus­fall­quo­ten bei den Kre­dit­in­sti­tu­ten nicht gera­de beliebt. Wenn Fremd­ka­pi­tal in einer Grö­ßen­ord­nung benö­tigt wird, über die die Geschäfts­stel­le vor Ort nicht mehr ent­schei­den darf, son­dern die Fir­men­kun­den- zusam­men mit der Kre­dit­ab­tei­lung, muss schon ein sehr pro­fes­sio­nel­ler Busi­ness­plan ein­ge­reicht wer­den, um über­haupt die Ein­la­dung zum Bank­ge­spräch zu erhal­ten. Wer sich als Grün­der bei der Erstel­lung des Busi­ness­plans nicht sicher fühlt, soll­te sich unbe­dingt von einem Grün­der-Coach dabei unter­stüt­zen las­sen – am bes­ten von einem Coach, der selbst schon ein­mal Gas­tro­nom war.

Das Kre­dit­in­sti­tut wird aber in den sel­tens­ten Fäl­len das kom­plet­te Fremd­ka­pi­tal stel­len wol­len. Neben einer ohne­hin benö­tig­ten Eigen­ka­pi­tal­quo­te von rund 20 % erwar­tet die Bank bzw. Spar­kas­se häu­fig einen Finan­zie­rungs­mix. Hin­ter­grund: Es soll erkenn­bar sein, dass der Grün­der alle Hebel in Bewe­gung gesetzt hat, um sei­ne Geschäfts­idee zu ver­wirk­li­chen. Hier­zu kann die Unter­stüt­zung durch Fami­ly & Friends genau­so zäh­len wie Betei­li­gungs­ka­pi­tal (vie­len aus der TV-Sen­dung „Höh­le der Löwen“ bekannt) oder das immer belieb­ter wer­den­de Crowd­fun­ding, der soge­nann­ten „Schwarm­fi­nan­zie­rung“, bei der eine grö­ße­re Anzahl von (meist pri­va­ten) Anle­gern auf ent­spre­chen­den Inter­net­platt­for­men das Pro­jekt finan­zi­ell unterstützt.

3 Behör­den-Dickicht
Ein gro­ßes Pro­blem im Grün­dungs­pro­zess einer Gas­tro­no­mie ist das Nicht­be­ach­ten der Grün­dungs­for­ma­li­tä­ten, von denen es in Deutsch­land zahl­rei­che gibt. Von Geneh­mi­gun­gen und Vor­schrif­ten (z. B. Gast­stät­ten­kon­zes­si­on, Außen­be­stuh­lung, Stell­plät­ze) geht es über Ver­ord­nun­gen (z. B. zu Hygie­ne und Schall­schutz) und Geset­ze (u. a. zu Jugend­schutz und Arbeits­zeit) bis hin zu ver­pflich­ten­den Anga­ben (z. B. zu Prei­sen, All­er­ge­nen). Und bei allem gilt: Unwis­sen­heit schützt vor Scha­den nicht.

Um dies zu ver­hin­dern, soll­te bei jeder Gas­tro­no­mie­grün­dung lan­ge vor der Eröff­nung der ers­te Gang zum Ord­nungs­amt und dem Vete­ri­när­amt (Lebens­mit­tel­über­wa­chung) der Stadt füh­ren, in der eröff­net wer­den soll. Eini­ge Städ­te sind gut auf Gas­tro-Grün­dun­gen vor­be­rei­tet und geben den Grün­dern To-do-Lis­ten an die Hand, die bis zum Start abzu­ar­bei­ten sind. Die Ein­hal­tung der genann­ten Geneh­mi­gun­gen und Anmel­dun­gen sind auch als gewich­ti­ger Teil der Grün­dungs­kos­ten zu berück­sich­ti­gen. Da kön­nen schnell Beträ­ge im nied­ri­gen fünf­stel­li­gen Bereich (von Stadt zu Stadt unter­schied­lich) zusammenkommen.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Tipp ist, einen Stand­ort zu suchen, der ehe­mals bereits als Gas­tro­no­mie genutzt wur­de – mög­lichst im glei­chen Geschäfts­feld (Café, Restau­rant, Bar etc.). Das ver­kürzt die Umbau­zeit und ver­rin­gert auch die Umbau­kos­ten, da z. B. eine feh­len­de oder zu klei­ne Be- und Ent­lüf­tung – je nach Höhe der Nach­bar­ge­bäu­de – eben­falls einen fünf­stel­li­gen Betrag schlu­cken kann, wenn der Lüftungs(um)bau vom Ver­mie­ter und vor allem der Stadt über­haupt geneh­migt wird. Ganz davon abge­se­hen, dass der Grün­der bei den Behör­den erst ein­mal eine Nut­zungs­än­de­rung erwir­ken müss­te, die nicht immer „auto­ma­tisch“ geneh­migt wird und zudem neben den Kos­ten (bspw. auch für Was­ser- und Elek­tro­in­stal­la­tio­nen) auch eini­ge Zeit benö­tigt. Und nicht jeder Grün­der hat einen net­ten Ver­mie­ter, der zumin­dest einen Teil der Umbau­kos­ten übernimmt.

4 Per­so­nal
Gas­tro­no­mie ist ein Peop­le-Busi­ness. Es men­schelt an allen Ecken und Enden. Das Beson­de­re ist, dass es ein Gas­tro­nom mit (im bes­ten Fall) unzäh­lig vie­len Gäs­ten zu tun hat, aber auch gleich­zei­tig mit vie­len Mit­ar­bei­tern. Ein Restau­rant oder Café ist sehr per­so­nal­in­ten­siv. Da ist es sinn­voll, wenn der Grün­der schon Füh­rungs­ver­ant­wor­tung in einem sei­ner vor­he­ri­gen Jobs hat­te. Denn das Spek­trum wird von der Ent­las­tung bis zur Ent­las­sung rei­chen. Ein Drit­tel sei­nes Net­to-Umsat­zes soll­te der Grün­der für Per­so­nal­kos­ten ein­pla­nen. Es gibt neben den klas­si­schen Berei­chen wie Küche und Ser­vice viel zu tun: Ein­kauf, Rei­ni­gung, Bar­geld­ma­nage­ment, Buch­füh­rung. Eine Gas­tro­no­mie kann man also nie allei­ne führen.

Um gutes Per­so­nal zu hal­ten, soll­te dem Grün­der klar sein, dass Hun­ger­löh­ne, schlech­te Arbeits­be­din­gun­gen und unbe­zahl­te Über­stun­den der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren müs­sen. Aber noch schwie­ri­ger ist es, gutes Per­so­nal zu bekom­men. Oder über­haupt Per­so­nal zu bekom­men. Die Nach­fra­ge nach Fach­kräf­ten war schon vor der Pan­de­mie grö­ßer als das Ange­bot. Die­se Situa­ti­on hat sich wei­ter ver­schlech­tert. Gas­tro-Mit­ar­bei­ter haben zwar i. d. R. Kurz­ar­bei­ter­geld bekom­men, aber bei den gerin­gen Grund­löh­nen sind 60 bis 80 % deut­lich zu wenig. Und Ser­vice­mit­ar­bei­ter müs­sen zusätz­lich auch noch auf ihr Trink­geld ver­zich­ten, das nicht sel­ten ein zwei­tes Gehalt dar­stell­te. So sind vie­le Mit­ar­bei­ter mitt­ler­wei­le in ande­re Beru­fe, in denen sie mehr ver­die­nen und kri­sen­si­che­rer arbei­ten kön­nen, abgewandert.

Autor: Ralf Klümper
Klüm­per war bis 2017 selbst zehn Jah­re Gas­tro­nom in Essen. Sei­ne Pra­xis­er­fah­rung ver­mit­telt er seit­dem als Gas­tro­no­mie- und Grün­dungs­be­ra­ter sowie in Gastro­blogs und Fachpublikationen.

Julia Stei­ner
Evers GmbH
Lei­tung Stra­te­gie und Innovationsmanagement

Tel.: +49 208 99475-67
julia.​steiner@​eversgmbh.​de
www​.evers​gmbh​.de

16.8.2021
Über­zeu­gen­de Kundenpräsentation

GIVE ME FOUR / Elevator Pitch

Wir allen ken­nen die fol­gen­de Situa­ti­on: Sie möch­ten mit dem Auf­zug fah­ren. Die Auf­zug­tü­re geht auf, Sie stei­gen ein und drü­cken den But­ton Ihrer Ziel-Eta­ge. Betre­te­nes Schwei­gen unter den Fahr­gäs­ten, end­lo­se Sekun­den und dann end­lich die Erlö­sung: „Ping“ die Auf­zug­tü­re öff­net sich.

Das war ges­tern. Nut­zen Sie ab heu­te Ihre Auf­zug­fahr­ten bewusst als Ihr per­sön­li­ches Trai­ning für eine über­zeu­gen­de Kun­den­prä­sen­ta­ti­on in mini­mal ver­füg­ba­rer Zeit. Die­se Metho­de wird auch „Ele­va­tor Pitch“ genannt.

Ziel ist, Ihr Gegen­über zu begeis­tern und in der Kür­ze der Zeit von Ihrer Idee zu über­zeu­gen. GIVE ME FOUR zum erfolg­rei­chen Ele­va­tor Pitch:

1 Die Situation
Nut­zen Sie einen für Ihr Gegen­über rele­van­ten Ein­stieg und beschrei­ben Sie kurz und knapp die aktu­el­le Situa­ti­on. Dies soll­te ein Zustand sein, der ers­tens ver­bes­se­rungs­wür­dig und zwei­tens für Ihr Gegen­über von hoher Rele­vanz ist.

2 Die Idee
Auf Basis der Situa­ti­ons­be­schrei­bung folgt Ihre Idee: Kurz und knapp, am Bes­ten in einem Satz auf den Punkt gebracht. Kern­aus­sa­ge ist, wie Sie den aktu­el­len „ver­bes­se­rungs­wür­di­gen Zustand“ revolutionieren.

3 Wie funk­tio­niert es?
Stel­len Sie über­zeu­gend dar, wie Sie Ihre Idee in die Umset­zung brin­gen. Wich­tig: Bit­te kei­ne kom­pli­zier­ten Schach­tel­sät­ze, son­dern die wich­tigs­te Kern­bot­schaf­ten ein­fach beschrieben.

4 Nut­zen und Abschluss
Dies ist der wich­tigs­te Schritt. Blei­ben Sie trotz Zeit­druck ruhig und stel­len Sie den ganz per­sön­li­chen Nut­zen Ihrer Idee in maxi­mal drei Nut­zen­ar­gu­men­ten für Ihr Gegen­über her­aus. Schlie­ßen Sie den Ele­va­tor Pitch mit einem kon­kre­ten Ter­min­vor­schlag zur wei­te­ren Vor­ge­hens­wei­se ab.

Ab sofort haben Sie die offi­zi­el­le Erlaub­nis, für Ihren per­sön­li­chen Trai­nings­er­folg den Auf­zug anstel­le der Trep­pen zu nut­zen. Ich wün­sche Ihnen viel Erfolg und Freu­de bei Ihrem nächs­ten Ele­va­tor Pitch.

Autorin: Julia Steiner

Olaf Sand­hö­fer-Dani­el
Radio Oberhausen/Radio Mülheim
Chefredakteur

Tel.: 0208 4500791
olaf.​sandhoefer-​daniel@​radiooberhausen.​de
www​.radio​ober​hau​sen​.de

2.8.2021
Wie kom­me ich mit mei­nem Unter­neh­men in die Medien?

GIVE ME FOUR / Gelungene Pressearbeit für junge Unternehmen

Was ist eine gute Idee wert, von der nie jemand erfährt? In den meis­ten Fäl­len lei­der nicht viel. Ein Grün­der oder eine Grün­de­rin, die ein inter­es­san­tes Start­up gegrün­det hat, soll­te immer Wert dar­auf legen, dass die Men­schen davon etwas zu hören, zu lesen oder zu sehen bekom­men. Ers­tens wäre es scha­de um die gute Idee, ande­rer­seits ver­schenkt der Unter­neh­mer die Chan­ce, sein Unter­neh­men im Licht der Öffent­lich­keit opti­mal zu positionieren.

Trotz anders lau­ten­der Aus­sa­gen ist das Ver­trau­en der Bun­des­bür­ger in die Medi­en nach wie vor sehr hoch. Die gemein­sa­me Lang­zeit­stu­die Medi­en­ver­trau­en des Insti­tuts für Publi­zis­tik in Mainz und des Insti­tuts für Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf zeigt, dass zwei Drit­tel der Befrag­ten gro­ßes Ver­trau­en in die eta­blier­ten Medi­en haben. In der Coro­na-Kri­se ist die­ses Ver­trau­en sogar noch gestie­gen. Der Mehr­wert in der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung liegt also in ihrer Glaub­wür­dig­keit. Dazu müs­sen die Grün­de­rin­nen und Grün­der aller­dings zunächst ein­mal das Inter­es­se der Medi­en­ver­tre­te­rin­nen wecken. Hier vier kur­ze Tipps, wie es funk­tio­nie­ren kann:

1 Keep it short and simple
Soll­te es sich bei dem für Sie inter­es­san­ten Medi­um nicht um ein Fach­ma­ga­zin han­deln, ist es rat­sam, in der Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Fach­ter­mi­ni zu ver­zich­ten und nicht zu viel Vor­wis­sen zu erwar­ten. In einer Pres­se­mitt­tei­lung geht es zum Bei­spiel dar­um, den Kern eines The­mas knapp und ver­ständ­lich dar­zu­stel­len. Die Redak­teu­rin­nen und Redak­teu­re bekom­men in der Regel am Tag unzäh­li­ge Mails und Anfra­gen. Oft fehlt des­halb die Zeit, sich mit einer ers­ten Infor­ma­ti­on tie­fer­ge­hend aus­ein­an­der­set­zen zu können.

2 Wel­che Geschich­te möch­te ich erzählen?
Der Begriff Sto­ry­tel­ling klingt inzwi­schen zwar ziem­lich abge­dro­schen und eini­ge Bera­tungs­un­ter­neh­men haben mit ent­spre­chen­den Semi­na­ren viel Geld ver­dient. Trotz­dem ist das, was dahin­ter­steckt, sehr wich­tig. Wie man aus der Hirn­for­schung weiß, erin­nern sich Men­schen an Geschich­ten deut­lich bes­ser als an rei­ne Fak­ten. Inso­fern ist es wich­tig, eine inter­es­san­te und im bes­ten Fall außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te zu erzäh­len. Fol­gen­de Fra­gen kön­nen hel­fen: Was macht mein Unter­neh­men oder mei­ne Grün­dungs­idee so ein­ma­lig? Wel­ches all­täg­li­che Pro­blem löst mei­ne Idee mög­li­cher­wei­se? Wie ist die Ent­ste­hungs­ge­schich­te mei­nes Unter­neh­mens? Was treibt mich als Grün­de­rin oder Grün­der an?

3 Gibt es einen aktu­el­len Anlass zur Berichterstattung?
Gibt es gera­de eine Pro­blem­stel­lung in der Stadt, der Regi­on oder der Welt, für das ihr Start-Up eine Lösung anbie­tet? Gibt es aktu­el­le Ereig­nis­se, die Aus­wir­kun­gen auf Ihr Unter­neh­men haben? Das kann für eine Redak­ti­on ein guter Anlass zur Bericht­erstat­tung sein. Redak­tio­nen sind immer auf der Suche nach einem neu­en Dreh, sprich einen ande­ren Blick auf ein aktu­el­les The­ma. Hier kann es sich loh­nen, pro­ak­tiv auf die Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten zuzugehen.

4 Das GUNN+-Prinzip
Wie kann ich nun bewer­ten, ob mein The­ma mög­li­cher­wei­se eine Bericht­erstat­tung wert sein könn­te. Ich rate zur Anwen­dung des GUNN+-Prinzips. G steht für Gesprächs­wert. Die Nach­richt „Mann beißt Hund“ hat sicher einen höhe­ren Gesprächs­wert als umge­kehrt. Sprich das Unge­wöhn­li­che ist gefragt. U steht für Unter­hal­tungs­wert. Wich­tig ist vor allem der emo­tio­na­le Cha­rak­ter des The­mas. Auch trau­ri­ge The­men oder The­men, die wütend machen, kön­nen sehr unter­hal­tend sein. N steht für Neu­ig­keits­wert. Hier gilt: Das Ereig­nis ist gera­de pas­siert oder steht unmit­tel­bar bevor. Das The­ma ist neu auf dem Infor­ma­ti­ons­markt. Das zwei­te N steht für den Nutz­wert. Die­se Nach­richt kann Auf­for­de­rungs- oder Mei­dungs­cha­rak­ter besit­zen. Ein gutes Bei­spiel sind Ver­brau­cher­tipps. Spre­chen wir über Bericht­erstat­tung auf loka­ler oder regio­na­ler Ebe­ne kommt das + ins Spiel. Der Lokal­wert einer Mel­dung beschreibt die gro­ße Rele­vanz eines The­mas für eine Stadt oder Regi­on. Sind min­des­tens drei der Kri­te­ri­en erfüllt, dann nichts wie raus mit der Nachricht!

Autor: Olaf Sandhöfer-Daniel

19.7.2021
Der Weg

GIVE ME FOUR / Von der Idee zum Geschäftsmodell

Exper­ten­tipps der Stadt­spar­kas­se Ober­hau­sen zum The­ma Existenzgründung

Auf dem Weg von der Idee für Ihr eige­nes Unter­neh­men bis zum kon­kre­ten Geschäfts­mo­dell müs­sen vie­le Wei­chen gestellt wer­den. Die meis­te Zeit soll­ten Sie dabei in die Pla­nung inves­tie­ren, damit im ope­ra­ti­ven Part spä­ter kei­ne Stol­per­fal­len ent­ste­hen. Unse­re Check­lis­te beinhal­tet kon­kre­te Planungsfragen:

Check­lis­te Existenzgründung

1
1a – Kon­kre­ti­sie­ren Sie Ihre Idee: Ist es eine Dienst­leis­tung oder ein Pro­dukt? Fra­gen Sie Per­so­nen in Ihrem Umfeld, was sie von einem sol­chen Pro­dukt oder einer sol­chen Dienst­leis­tung hal­ten. Fin­den sie, dass sie dem Markt gefehlt hat? Wür­den sie sie kaufen?
1b – Viel­leicht hat sich jetzt eine Ziel­grup­pe her­aus­kris­tal­li­siert. Wie sieht sie kon­kret aus? Wie ist sie finan­zi­ell auf­ge­stellt? Und was genau möch­te sie haben?

2
2a – Prü­fen Sie den Markt: Hat­te viel­leicht schon jemand ande­res die glei­che Idee? Gibt es bereits Konkurrenten?
2b – Ent­wi­ckeln Sie einen Zeit­plan: Wie sol­len die nächs­ten Schrit­te aus­se­hen? Bis wann wol­len Sie Ihr Pro­dukt oder Ihre Dienst­leis­tung am Markt haben?

3
3a – Müs­sen Sie gleich mit dem gan­zen Pro­dukt an den Markt gehen? Oder kön­nen Sie klein anfan­gen und nach­le­gen? Letz­te­res hät­te den Vor­teil, dass Sie zunächst nicht so viel Geld für die Pro­duk­ti­on aus­ge­ben müssten.
3b – Sie ken­nen die Pro­duk­ti­ons­kos­ten: Wie viel müs­sen Sie beim Ver­kauf ver­lan­gen, damit Sie selbst noch ein Geschäft machen? Ist Ihre Ziel­grup­pe bereit, das zu bezahlen?

4
4a – Sind Sie jetzt an dem Punkt, an dem Sie einen Kre­dit benö­ti­gen? Einen Inves­tor? Dann soll­ten Sie spä­tes­tens jetzt einen Busi­ness­plan schrei­ben: Wie viel Geld benö­ti­gen Sie? Wann wer­den Sie mit dem Pro­dukt oder der Dienst­leis­tung Geld ver­die­nen? Wer sind Ihre Kun­den? Wer ist die Kon­kur­renz? Alle Infor­ma­tio­nen, die Sie bis­her gesam­melt haben, gehö­ren in den Busi­ness­plan. Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um gibt Ihnen dazu einen Leit­fa­den an die Hand: www​.exis​tenz​gru​en​der​.de/​s​e​l​b​s​t​a​e​n​d​i​g​k​e​i​t​/​v​o​r​b​e​r​e​i​t​u​n​g​/​b​u​s​i​n​e​s​s​p​l​a​n​/​i​n​d​e​x​.​php. Ist Ihr Busi­ness­plan fer­tig, spre­chen Sie wegen des Kre­dits unse­re Exper­ten bei der Stadt­spar­kas­se Ober­hau­sen an.
4b – Pas­sen alle Fak­to­ren, müs­sen Sie Ihr Pro­dukt oder Ihre Dienst­leis­tung ver­trei­ben. Ver­ges­sen Sie das Inter­net nicht und nut­zen Sie die sozia­len Medi­en, um Ihre Kund­schaft zu erreichen.

Autorin: Han­na Bernstein

Prof. Dr. Oli­ver Koch
Hoch­schu­le Ruhr West
Vize­prä­si­dent For­schung & Transfer

Tel.: 0208 882 54 809
oliver.​koch@​hs-​ruhrwest.​de
www​.hoch​schu​le​-ruhr​-west​.de
www​.face​book​.com/​h​o​c​h​s​c​h​u​l​e​r​u​h​r​w​est

5.7.2021
Design Thinking

GIVE ME FOUR / Design Thinking und Lean Start-up-Ansatz

Gibt es einen Bedarf für das Pro­dukt? Ja, klar!
Dass die Ori­en­tie­rung am Kun­den und des­sen tat­säch­li­chen oder auch nur poten­ti­el­len Bedar­fen der zen­tra­le Erfolgs­fak­tor für Start-ups ist, wis­sen Gründer:innen und jun­ge Unter­neh­men in der Regel sehr gut. Ein kun­den­ori­en­tier­tes Pro­dukt ist die Grund­la­ge für ein trag­fä­hi­ges erfolg­rei­ches Geschäfts­mo­dell und damit für den lang­fris­ti­gen Erfolg eines Start-ups. Wenn dies so offen­sicht­lich und klar ist, war­um schei­tern dann Gründer:innen gera­de am feh­len­den Markt­be­darf, also der fal­schen Ein­schät­zung der Markt- und Kundenbedarfe?

Quel­le: CBS Insights

Wie kann dies ver­mie­den wer­den? Wel­che Feh­ler soll­ten Gründer:innen in inno­va­ti­ven Märk­ten nicht machen?

1 Fokus­sie­rung auf Busi­ness­plan, statt auf Pro­dukt und Geschäftsmodell
Das Schrei­ben eine Busi­ness­plans ist nach wie vor in der Regel die ers­te For­de­rung von vie­len Ban­ken, Gründungsberater:innen und Mentor:innen. Die Gründer:innen müs­sen sich mit vie­len mit­tel- bis lang­fris­ti­gen Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der­set­zen, die sie häu­fig inhalt­lich über­for­dern und zum ande­ren den Fokus von der wirk­li­chen Prio­ri­tät in der ers­ten Pha­se einer Grün­dung weg len­ken. Das Wich­tigs­te ist und bleibt die zügi­ge Ent­wick­lung und kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung des Pro­duk­tes und des damit ver­bun­de­nen Geschäfts­mo­dells. Die mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Pla­nun­gen im Rah­men eines Busi­ness­plans basie­ren auf der Annah­me eines klar defi­nier­ten Pro­duk­tes und Mark­tes. Dies ist jedoch nor­ma­ler­wei­se genau nicht der Fall. Das Pro­dukt sowie das Geschäfts­mo­dell ändern sich gera­de in der ers­ten Pha­se sehr häu­fig und der auf­wen­di­ge Busi­ness­plan ist häu­fig schon nach weni­gen Wochen obso­let. Die wert­vol­le Zeit wur­de umsonst investiert.

Tipp: Nut­zen Sie zur Ent­wick­lung Ihres Geschäfts­mo­dells das Modell des Busi­ness Model Can­vas (BMC). Der BMC ist ein Tool, das die Beschrei­bung eines Geschäfts­mo­dells in über­sicht­li­cher Form auf einer Sei­te ermög­licht. Damit kann man sehr zügig eine ers­te Ver­si­on des eige­nen Geschäfts­mo­dells erar­bei­ten und die­se dann inter­ak­tiv anpas­sen und kon­ti­nu­ier­lich verbessern.

2 Vor­schnel­le Schlüs­se über das, was die Kun­den tat­säch­lich oder poten­ti­ell wol­len, treffen
Die ers­te Idee für ein „coo­les“ Pro­dukt ist schnell gefun­den. Der Freun­des­kreis bestä­tigt, dass man eine tol­le Idee hat und weni­ge Gesprä­che mit poten­ti­el­len Kun­den erge­ben eine erkenn­ba­re Nach­fra­ge. Im ungüns­tigs­ten Fall ist dies die Grund­la­ge für die Ent­wick­lung von Pro­dukt und Geschäfts­mo­dell. Aber auch bei einer deut­lich umfas­sen­de­ren Erst­ana­ly­se von Markt und Nach­fra­ge schei­tern – wie oben dar­ge­stellt – vie­le Start-ups an einem feh­len­den Markt­be­darf. Wor­an liegt das? Die kon­ti­nu­ier­li­che Reflek­ti­on, ob das eige­ne Pro­dukt und das damit ver­bun­de­ne Geschäfts­mo­dell in mög­lichst maxi­ma­ler Wei­se den Kun­den­be­dar­fen ent­spricht, ist Grund­la­ge für die lau­fen­den Ver­bes­se­rung. Die­ser ite­ra­ti­ve Pro­zess ist nicht nach weni­gen Mona­ten oder gar Wochen abge­schlos­sen, son­dern soll­te kon­ti­nu­ier­lich bis zum Ende des Pro­dukt­le­bens­zy­klus ablaufen.

Tipp: Nut­zen Sie den Design Thin­king-Ansatz, um ihr Pro­dukt und das Geschäfts­mo­dell zu ent­wi­ckeln und lau­fend zu optimieren:

Abbil­dung: Stu­fen und Ite­ra­tio­nen des Design Thinking

Design Thin­king bie­tet in 6 Stu­fen einen kun­den­ori­en­tier­ten und ite­ra­ti­ven Bau­kas­ten von Metho-den zur Ent­wick­lung von neu­en Ideen (z.B. Pro­dukt­ideen) und zum Lösen kom­ple­xer Pro­ble­me. So gelingt es unter Abwä­gung von Wirt­schaft­lich­keit, Mach­bar­keit und Erwünschtheit eine aus Kun­den­sicht über­le­ge­ne Lösung zu entwickeln.

3 Wunsch, dem Kun­den das per­fek­te Pro­dukt zu präsentieren
Wäh­rend ihres Stu­di­ums und auch im spä­te­ren Berufs­le­ben wer­den Inge­nieu­re und Tech­ni­ker dar­auf getrimmt, Feh­ler zu ver­mei­den und aus­zu­mer­zen. Nicht umsonst steht das Label „Made in Ger­ma­ny“ immer noch für höchs­te Qua­li­tät von Pro­duk­ten. Dies ist gut so! In inno­va­ti­ven und glo­ba­len Märk­ten sowie in Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung, die durch die Coro­na-Epi­de­mie noch einen deut­li­chen Beschleu­ni­gungs­schub bekom­men hat, kann die­ses Stre­ben nach Per­fek­ti­on jedoch dazu füh­ren, dass ein Markt von schnel­le­ren Play­ern erobert wird. Zudem bin­den lang­dau­ern­de Ent­wick­lungs­pro­zes­se viel Kapi­tal und erhö­hen das Risi­ko am Markt „vor­bei“ zu ent­wi­ckeln, wenn nicht – wie unter 2 beschrie­ben – kon­ti­nu­ier­lich eine Rück­kopp­lung mit dem Markt erfolgt.

Tipp: Als Erkennt­nis aus der zur Jahr­tau­send­wen­de geplatz­ten Dot­com-Bla­se und den damit ver-bun­de­nen mas­si­ven Ver­lus­ten von (Venture)-Kapitalgebern und Pri­vat­in­ves­to­ren wur­de von Eric Ries der Lean Start-up-Ansatz ent­wi­ckelt. Dabei wird auf das Erstel­len umfas­sen­der Busi­ness­plä­ne und weit fort­ge­schrit­te­ner Pro­duk­te ver­zich­tet, viel­mehr wer­den poten­ti­el­len Part­nern und Geld­ge­bern lauf­fä­hi­ge Pro­to­ty­pen, die schritt­wei­se zum markt­fä­hi­gen End­pro­dukt ent­wi­ckelt wer­den, vor­ge­stellt. Die­se Pro­to­ty­pen bezeich­net man als „Mini­mum Via­ble Pro­duct (MVP)“, also als mit mini­ma­lem Auf­wand lauf­fä­hi­ges Pro­dukt, mit dem man schon so viel vali­dier­tes Kun­den­wis­sen wie mög­lich sam­meln kann. Ermög­licht wird die­ses Vor­ge­hen zum einen durch neue Pro­to­typ­ing-Mög­lich­kei­ten, wie z.B. 3D-Druck, aber auch VR- und AR-Tech­no­lo­gien. Als Gründer:innen fin­den Sie die­se Tech­no­lo­gien in FabLabs und Maker­Spaces, die es auch im Ruhr­ge­biet mitt­ler­wei­le an vie­len Orten gibt.

4 Fazit
Blei­ben Sie immer im engen Kon­takt mit ihrem Markt und den Kun­den. Ver­wer­fen Sie im Zwei­fel eine Pro­dukt­idee und fan­gen sie neue an. Ver­su­chen Sie mög­lichst schnell, einen ein­fa­chen Pro­to­ty­pen zu ent­wi­ckeln, den Sie mit den Kun­den und Part­ner bespre­chen und tes­ten kön­nen. Nut­zen Sie auch die Exper­ti­sen von Grün­der­zen­tren und -netz­wer­ken in der Regi­on. Gera­de Hoch­schu­len, wie z.B. die Hoch­schu­le Ruhr West (HRW), bie­ten umfas­sen­de Unter­stüt­zung in allen Pha­sen von Grün­dun­gen. Zudem ver­fü­gen Sie über umfas­sen­de Infra­struk­tu­ren für die Ent­wick­lung von Prototypen.

Autor: Prof. Dr. Oli­ver Koch

 

Mar­tin Hinzmann
OWT Ober­hau­se­ner Wirtschafts-
und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH
Lei­ter Unternehmensservice

Tel.: 0208 85036-28
martin.​hinzmann@​owtgmbh.​de
www​.owtgmbh​.de

21.6.2021
Digitalisierung

GIVE ME FOUR / Digitalisierung – Fördermittel: Wo? Was? Wieviel?

Unter Digi­ta­li­sie­rung ver­steht jeder etwas Ande­res: Bei man­chen Unter­neh­men ist bereits die Umstel­lung auf ein neu­es Office 365-Paket ein digi­ta­ler Mei­len­stein, wäh­rend ande­re Unter­neh­men mit der Ein­füh­rung von VR-/AR-Tech­no­lo­gien liebäugeln.

Dass die­ses kom­ple­xe wie auch dif­fe­ren­ziert zu behan­deln­de The­ma von enor­mer Bedeu­tung und einer der wirt­schaft­li­chen Mega­trends ist, ist selbst­ver­ständ­lich auch in der Lan­des- und Bun­des­för­de­rung ange­kom­men. Bei­de Staats­ebe­nen bie­ten daher eine Rei­he attrak­ti­ver För­der­pro­gram­me an, die den Ein­stieg oder die Wei­ter­ent­wick­lung der betrieb­li­chen Digi­ta­li­sie­rung erleich­tern sollen.

Die vier wich­tigs­ten Förderprogramme:

1 Digi­tal jetzt
Bei „Digi­tal jetzt“ han­delt es sich um ein För­der­pro­gramm, wel­ches seit dem 07.September 2020 auf dem Markt ist. Geför­dert wer­den Inves­ti­tio­nen in Hard- und Soft­ware sowie die Qua­li­fi­zie­rung von Mit­ar­bei­tern. Min­dest­in­ves­ti­ti­ons­sum­me liegt bei 17.000 EUR bzw. 3.000 EUR für den Bereich Qua­li­fi­zie­rung, zudem muss das Unter­neh­men min­des­tens 3 Beschäf­tig­te vor­wei­sen. Zum Antrag muss ein Digi­ta­li­sie­rungs­plan ein­ge­reicht wer­den (Sta­tus quo-Ana­ly­se, Plan, Ziel). Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch hier: https://​www​.bmwi​.de/​R​e​d​a​k​t​i​o​n​/​D​E​/​D​o​s​s​i​e​r​/​d​i​g​i​t​a​l​-​j​e​t​z​t​.​h​tml
Auf­grund hoher Nach­fra­ge wur­de das Pro­ze­de­re zur Bean­tra­gung geän­dert. So sind Regis­trie­run­gen zwar jeder­zeit mög­lich, zu för­dern­de Anträ­ge wer­den jedoch nach dem Zufalls­prin­zip verlost.

2 Poten­ti­al­be­ra­tung
Bei der Poten­ti­al­be­ra­tung wer­den Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben (oder auch ande­re The­men­be­rei­che wie Orga­ni­sa­ti­on, Gesund­heit, Qua­li­fi­zie­rungs­be­ra­tung etc.) für Unter­neh­men mit 50% geför­dert wer­den (max. 10 Tage a 1.000 EUR pro Bera­tungs­tag, also 500 EUR För­de­rung je Tag). Wich­tig ist, dass hier die Arbeit­neh­mer mit in die Bera­tung ein­be­zo­gen wer­den. Wei­te­re Infos fin­den Sie hier: https://​www​.mags​.nrw/​p​o​t​e​n​t​i​a​l​b​e​r​a​t​ung
Wir als OWT sind für Ober­hau­sen Erst­be­ra­tungs­stel­le und geben die not­wen­di­gen Bera­tungs­schecks für Unter­neh­men vor Ort raus. Für Unter­neh­men aus ande­ren Städ­ten in NRW gibt es loka­le Part­ner, die auch auf der Sei­te des MAGS zu fin­den sind. Hier­zu fin­det dann vor­ab ein Erst­be­ra­tungs­ge­spräch statt. Nach Aus­ga­be des Schecks kann mit der Bera­tung begon­nen werden.

3 Go-Digi­tal
Mit sei­nen drei Modu­len “Digi­ta­li­sier­te Geschäfts­pro­zes­se”, “Digi­ta­le Markt­er­schlie­ßung” und “IT-Sicher­heit” rich­tet sich “go-digi­tal” gezielt an klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men der gewerb­li­chen Wirt­schaft und des Hand­werks. Pra­xis­wirk­sam bie­tet das Pro­gramm Bera­tungs­leis­tun­gen, um mit den tech­no­lo­gi­schen und gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen im Bereich Online-Han­del, Digi­ta­li­sie­rung des Geschäfts­all­tags und dem stei­gen­den Sicher­heits­be­darf bei der digi­ta­len Ver­net­zung Schritt zu hal­ten. Geför­dert wer­den Bera­tungs­leis­tun­gen in einem aus­ge­wähl­ten Haupt­mo­dul mit gege­be­nen­falls erfor­der­li­chen Neben­mo­du­len mit einem För­der­satz von 50 Pro­zent auf einen maxi­ma­len Bera­ter­ta­ge­satz von 1.100 Euro. Der För­der­um­fang beträgt maxi­mal 30 Tage in einem Zeit­raum von einem hal­ben Jahr. Aller­dings muss der Bera­ter, der das Unter­neh­men (das Unter­neh­men muss weni­ger als 100 Beschäf­tig­te haben) betreut, akkre­di­tiert und gelis­tet sein. Die Bera­ter­da­ten­bank ist hier zu fin­den: https://​www​.inno​va​ti​on​-bera​tung​-foer​de​rung​.de/​I​N​N​O​/​N​a​v​i​g​a​t​i​o​n​/​D​E​/​K​a​r​t​e​n​/​B​e​r​a​t​e​r​s​u​c​h​e​-​g​o​-​I​n​n​o​/​S​i​t​e​G​l​o​b​a​l​s​/​F​o​r​m​s​/​F​o​r​m​u​l​a​r​e​/​b​e​r​a​t​e​r​s​u​c​h​e​-​g​o​-​i​n​n​o​-​f​o​r​m​u​l​a​r​.​h​tml
Aktu­ell wird auch eine Bera­tung und Imple­men­ta­ti­on von Home-Office-Arbeits­plät­zen gefördert.

4 Mit­tel­stand Inno­va­tiv & Digi­tal (MID) des Lan­des NRW
„Mit­tel­stand Inno­va­tiv & Digi­tal (MID) för­dert Maß­nah­men zur Digi­ta­li­sie­rung und Ent­wick­lung von Inno­va­ti­on in Unter­neh­men. Es besteht aus den zwei Teil­pro­gram­men MID-Assis­ten­t/in und MID-Gutscheine.

Mit den Gut­schein­va­ri­an­ten MID-Digi­ta­li­sie­rung, MID-Ana­ly­se und MID-Inno­va­ti­on wird der Tech­no­lo­gie­trans­fer, exter­ne Ana­ly­sen und Ent­wick­lungs­ar­bei­ten sowie bei der Bera­tung zur Umset­zung von kon­kre­ten Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­ten gefördert.

Mit dem Teil­pro­gramm MID-Assis­ten­t/in wer­den klei­ne Unter­neh­men dabei unter­stützt, Arbeits­plät­ze zu schaf­fen und gleich­zei­tig den Wis­sens- und Tech­no­lo­gie­trans­fer in den Betrieb hin­ein vor­an­zu­trei­ben: Jun­ge Hoch­schul­ab­sol­ven­tin­nen und -absol­ven­ten wer­den als MID-Assis­ten­t/in im Unter­neh­men ange­stellt, um ihr frisch erwor­be­nes Wis­sen in einem kon­kre­ten Digi­ta­li­sie­rungs- oder Inno­va­ti­ons­pro­jekt einzubringen.

Autor: Mar­tin Hinzmann

Haben Sie Inter­es­se eines der För­der­pro­gram­me in Anspruch zu neh­men? Oder pla­nen Sie eine betrieb­li­che Neue­rung, bei der es sich loh­nen wür­de, über eine För­de­rung nach­zu­den­ken? Spre­chen Sie uns an.

 

Tobi­as Vogel
Hand­werks­kam­mer Düsseldorf
im Hand­werks­zen­trum Oberhausen
Betriebs­wirt­schaft­li­che Beratung

Tel.: 0208 82055 40
tobias.​vogel@​handwerkskammer-​duesseldorf.​de
www​.hwk​-dusell​dorf​.de

7.6.2021
Unternehmensgründung

GIVE ME FOUR / Worauf bei Gründung im Handwerk unbedingt geachtet werden sollte

Das Hand­werk ist stolz dar­auf, dass es mit sei­ner jahr­hun­der­te­al­ten Grün­dungs­kul­tur auch im 21. Jahr­hun­dert einer der wich­tigs­ten Akteu­re ist, wenn es in Deutsch­land um Neu­grün­dun­gen oder Betriebs­über­nah­men geht.

Die Grün­dung oder Über­nah­me muss jedoch zunächst kon­zep­tio­nell geplant und die betrieb­li­che Wei­ter­ent­wick­lung stra­te­gisch betrie­ben wer­den. In die­sem Zusam­men­hang stel­len sich vie­le Fra­gen: Wel­cher Stand­ort ist für mei­nen Hand­werks­be­trieb der idea­le? Wel­che För­der­mit­tel gibt es? Wie gewin­ne ich die nöti­gen Fach­kräf­te? Wel­ches Allein­stel­lungs­merk­mal kann ich ent­wi­ckeln? Und, und, und…

Hier die Top Four unse­rer Tipps für Gründer/innen und Übernehmer/innen im Handwerk:

1 Prü­fe, wer sich ewig bindet

Die Stand­ort­fra­ge ist womög­lich eine der wich­tigs­ten für Unter­neh­men. Unter den vie­len Mög­lich­kei­ten gibt es nicht nur aus betriebs­wirt­schaft­li­cher Sicht gute und schlech­te oder teu­re und güns­ti­ge Stand­or­te, son­dern auch geneh­mi­gungs­fä­hi­ge und nicht geneh­mi­gungs­fä­hi­ge. Unser Ange­bot: Befra­gen Sie daher bereits im Vor­feld die tech­ni­sche Bera­tung der Hand­werks­kam­mer Düsseldorf.

2 Zeit ist Geld

Und in die­sem Zusam­men­hang ist es der rich­ti­ge Zeit­punkt, der zählt. Denn wer sich selb­stän­dig macht, ohne im Vor­feld die Mög­lich­kei­ten der Finan­zie­rung und För­de­rung zu prü­fen, hat sei­ne Chan­ce, die­se zu bean­tra­gen, oft­mals bereits ver­wirkt. Unser Ange­bot: Nut­zen Sie daher bereits im Vor­feld das kos­ten­freie Bera­tungs­an­ge­bot der Hand­werks­kam­mer Düsseldorf.

3 Beson­ders gut sichtbar

Bevor Gründer/innen und Übernehmer/innen in Face­book, You­Tube und Co. los­le­gen, soll­ten sie die Grund­la­gen für ihre ganz indi­vi­du­el­le Wer­be­stra­te­gie erar­bei­ten: Ziel­grup­pe, Ange­bot, Allein­stel­lungs­merk­mal, Bud­get (Zeit und Geld!). Dar­aus erge­ben sich dann die Über­le­gun­gen für das Erschei­nungs­bild des neu­en Unter­neh­mens (Logo, Far­ben, Wer­be­bot­schaf­ten etc.), die mög­li­chen Wer­be­maß­nah­men und die geeig­ne­ten Medi­en und Ver­brei­tungs­ka­nä­le. Unser Ange­bot: Auch hier kön­nen Sie das kos­ten­freie Bera­tungs­an­ge­bot der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf nutzen.

4 Zukunft kommt von Können

Kun­den­ge­win­nung, Zeit­ma­nage­ment, Büro­or­ga­ni­sa­ti­on, Kal­ku­la­ti­on, Ver­trags­recht, Mahn­we­sen und und und… Selbst­stän­di­ge haben vie­le Bau­stel­len. Und in den meis­ten Berei­chen der Unter­neh­mens­füh­rung sind sie auch immer wie­der mit neu­en Rah­men­be­din­gun­gen und Rechts­vor­schrif­ten kon­fron­tiert. Wei­ter­bil­dung hilft gera­de jun­gen Selbst­stän­di­gen, ihre Rol­le als Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer zu fes­ti­gen. Unser Ange­bot: Die Aka­de­mie und das Zen­trum für Umwelt und Ener­gie der Hand­werks­kam­mer Düs­sel­dorf bie­ten ein umfang­rei­ches Kurs­pro­gramm für Unternehmer/innen und Führungskräfte.

Autor: Tobi­as Vogel

 

Hart­mut Scholl
Vor­stand der reflact AG

Tel.: 0208 77899 700
hartmut.​scholl@​reflact.​com
www​.reflact​.com

25.5.2021
Unternehmensgründung

GIVE ME FOUR / Power-Tipps für junge Unternehmen

Fra­gen an den Ober­hau­se­ner Unter­neh­mer Hart­mut Scholl, Grün­der und Vor­stand der reflact AG.

Was treibt Dich als Vor­stand und Inha­ber an?

Zunächst ein­mal das, was wir für unse­re Kun­den tun: Die unbe­strit­te­nen – aber von uns allen auch als ambi­va­lent erleb­ten – Poten­zia­le der digi­ta­len Tech­no­lo­gien für die wich­ti­gen Fra­gen des Ler­nens und Mana­gens von Ver­än­de­rungs­be­dar­fen zu nut­zen, das moti­viert mich sehr. Aber auch die Art und Wei­se, wie wir es tun, näm­lich mit viel Zuver­sicht und Schma­ckes, aber auch – wenn es dann mal nicht opti­mal läuft – ech­ten Neh­mer­qua­li­tä­ten. Was hier in der Zusam­men­ar­beit mit vie­len groß­ar­ti­gen Leu­ten ent­stan­den ist und wächst, das ist ein gro­ßes Geschenk. Letzt­lich war und ist die­ses Unter­neh­mer­le­ben für mich über­aus inspi­rie­rend und gera­de in die­sen Tagen bin ich sicher, dass noch gro­ße Lern­chan­cen vor mir liegen.

Hast Du ein paar Power-Tipps für Unternehmensgründer?

Das hängt sicher­lich von den Erfah­run­gen und Kon­tex­ten ab. Ich nen­ne hier mal mei­ne per­sön­li­chen Top FOUR:

1 Ver­die­ne Dein Geld mit ech­ter Leis­tung am Kun­den, dann lernst Du so unend­lich viel, baust einen posi­ti­ven Ruf auf und es erhält Dir die Unab­hän­gig­keit. Das bedeu­tet kei­ne lang­wie­ri­ge Dis­kus­si­on mit der Bank um eine Kon­to­kor­rent­li­nie und kei­ne Kri­tik von Inves­to­ren, die in schwie­ri­gen Zei­ten Wachs­tums­ra­ten im Rah­men der Infla­ti­ons­ra­te bemän­geln – bei­des habe ich in den Anfän­gen per­sön­lich erlebt.

2 Gift für die Unter­neh­mens­kul­tur kann Dein Ego sein. Statt danach zu fra­gen, wann es mit dem gro­ßen Dienst­wa­gen für Dich passt, schaue, dass es aus Sicht aller Sinn macht.

3 Nimm Dir nur vor, was Du schaf­fen kannst und was Dei­ne Gesund­heit und Dein Umfeld mit­tra­gen. Unter­neh­mer wie ich sind meist Opti­mis­ten und unter­schät­zen den Auf­wand – gera­de im Start. Ich habe Rie­sen­glück mit mei­ner Fami­lie, mei­ner Frau, die fak­tisch die Fir­ma mit mir auf­ge­baut hat. Aber ich habe es in ande­ren Fäl­len auch erlebt, dass das Umfeld kein Ver­ständ­nis für das zeit­li­che Invest­ment zeigt. Lei­der ist der Weg nach mei­ner Erfah­rung sehr viel län­ger, als Du denkst. Und eines ist gewiss, es geht nicht immer nur vor­an und zum Bes­se­ren. Die Zukunft gehört den­je­ni­gen, die Vor­schub auch in Zei­ten böi­ger Win­de aus wech­seln­den Rich­tun­gen hin­be­kom­men. Neu­deutsch Resi­li­enz – bzw. Neh­mer­qua­li­tä­ten wür­de man hier im Ruhr­ge­biet wohl eher sagen – sind gefragt.

4 Nut­ze Dei­ne Netz­wer­ke und baue sie wei­ter aus und enga­gie­re Dich. Über die alten Netz­wer­ke der Jugend fand sich das initia­le reflact-Team und stößt auch heu­te noch so man­che Ver­stär­kung dazu. Die Leu­te im Ruhr­ge­biet sind mei­nes Erach­tens nicht ober­fläch­lich-gehypt, son­dern ehr­lich, neu­gie­rig, mutig und aus­dau­ernd auf eine ganz eige­ne Art. Das muss was mit dem Gen-Cock­tail zu tun haben, der sich über ein Jahr­hun­dert der Zuwan­de­rung hier zusam­men­ge­fun­den hat. Tol­le Leu­te, die wir hier gefun­den haben. Ich selbst bin seit vie­len Jah­ren im Vor­stand des Busi­ness Part­ner Clubs, das macht nicht nur Spaß, son­dern bringt auch Impulse.

Autor: Hart­mut Scholl

Das Team der reflact, in den spä­ten 90er Jah­ren in Ober­hau­sen an den Start gegan­gen, gehört heu­te zu den Top Ten Anbie­tern für Digi­ta­les Ler­nen und unter­stützt – unter ande­rem in enger Koope­ra­ti­on mit dem Tech­no­lo­gie­part­ner Ado­be – Kun­den dabei, die Wei­ter­bil­dung in ihren Unter­neh­men zu digi­ta­li­sie­ren. Hin­ter dem heu­te 70köpfigen Team lie­gen tur­bu­len­te Mona­te: Unter den neu­en Pan­de­mie-Bedin­gun­gen ist die Nach­fra­ge nach wir­kungs­vol­ler, digi­tal orga­ni­sier­ter Wei­ter­bil­dung immens gestie­gen. Die gro­ße Nach­fra­ge hat der reflact-Mann­schaft in den letz­ten Mona­ten eini­ges abver­langt, aber hat dem Unter­neh­men zugleich einen ordent­li­chen Schub gegeben.

10.5.2021
Gastronomie

GIVE ME FOUR / Krisensichere Gastronomie durch Digitalisierung

Geges­sen und getrun­ken wird immer!“ Die­ser Spruch brach­te jahr­zehn­te­lang die Kri­sen­si­cher­heit der Gas­tro­no­mie zum Aus­druck. Dar­auf konn­ten sich Restau­rants, Cafés, Imbis­se, Bars und Knei­pen ver­las­sen. Bis sie pan­de­mie­be­dingt schlie­ßen muss­ten und ihnen die Ver­dienst­mög­lich­keit weit­ge­hend genom­men wur­de. Aber geges­sen und getrun­ken wird doch immer noch … Ja, aber woanders.

Wenn die Gäs­te nicht ins Lokal kom­men kön­nen, dann muss das Lokal eben zu den Gäs­ten kom­men. Die Fra­ge soll­te heu­te mehr denn je lau­ten: „Wo befin­det sich der Gast?“. Die Gas­tro­no­men müs­sen sich vom strik­ten Stand­ort­ge­dan­ken (Plan A) ver­ab­schie­den. Sie brau­chen auch die Plä­ne B und C und D…

Gas­tro­no­mie war vor der Pan­de­mie noch vor­wie­gend ana­log geprägt. Es gibt einen gro­ßen Nach­hol­be­darf in Sachen Digi­ta­li­sie­rung. Und genau die­se Digi­ta­li­sie­rung eröff­net den Gas­tro­no­men eine kri­sen­si­che­re­re Zukunft und führt Gäs­te und Gas­tro­no­mien wie­der zusam­men. Hier vier erfolg­ver­spre­chen­de Ansätze:

1 Lie­fer- und Abhol­ge­schäft (Deli­very, Pick-up)

Es ist nahe­lie­gend, dass die Spei­sen und Geträn­ke „ein­fach“ dahin gebracht wer­den müs­sen, wo sich die Gäs­te befin­den; zur­zeit meist nach Hau­se, aber nor­ma­ler­wei­se auch an den Arbeits­platz. Aber ist das so ein­fach? Die ein­zi­gen Kos­ten, die ein Gas­tro­nom wäh­rend eines Lock­downs ein­spa­ren kann, sind die der Ser­vice­mit­ar­bei­ter. Will er das Lie­fer­ge­schäft bedie­nen, so muss er die gro­ßen Kos­ten­blö­cke wie Küchen­mit­ar­bei­ter, Waren­ein­satz und Mie­te wei­ter­hin tra­gen. Hin­zu kom­men aber die Kos­ten für die Bestell­platt­form und Aus­lie­fe­rung (inkl. der Verpackungskosten).

Der Markt­füh­rer Lie­fe­r­an­do, der der­zeit außer in weni­gen deut­schen Metro­po­len nahe­zu Mono­po­list ist, dik­tiert hier­bei die Prei­se. Meist sind es 30 % des Umsat­zes, wenn Bestell­platt­form und Aus­lie­fe­rung genutzt wer­den, und 13 %, wenn es nur das Bestell­por­tal ist. Im letz­te­ren Fall kom­men dann aber noch die Deli­very-Kos­ten mit eige­nen Fah­rern dazu, die meist auf­grund der zu gerin­gen Aus­las­tung deut­lich über der Dif­fe­renz von 17 % liegen.

Da für das Lie­fer­ge­schäft aber auch nach 2022 der redu­zier­te Mehr­wert­steu­er­satz gel­ten dürf­te (für Inhouse-Geschäft vor­aus­sicht­lich dann nicht mehr) und dadurch eine grö­ße­re Gewinn­mar­ge ermög­licht, kann sich Deli­very auch in Zukunft noch rech­nen. Opti­mie­rungs­po­ten­zi­al bie­tet natür­lich auch die Abho­lung durch den Gast selbst. Das erspart dem Gas­tro­no­men die Kos­ten für die letz­ten Kilo­me­ter zum Gast, ver­bes­sert damit die Mar­ge und stärkt zusätz­lich noch die per­sön­li­che Bezie­hung. Und, da die Gewinn­mar­ge bei Geträn­ken in der Regel höher ist als bei Spei­sen, ist es sinn­voll, Geträn­ke in Form von Außer-Haus-Menüs zu inte­grie­ren. Dann funk­tio­niert auch wie­der die Mischkalkulation.

2 Web­shop

Auf den ers­ten Blick nicht so nahe­lie­gend wie das Lie­fer- bzw. Abhol­ge­schäft, aber eine mög­li­che, wei­te­re Ein­nah­me­quel­le. Anders als beim o. g. Außer-Haus-Geschäft wer­den die Spei­sen (oder auch Geträn­ke) nicht à la minu­te fer­tig­ge­stellt und direkt aus­ge­lie­fert, son­dern vor­pro­du­ziert und als Paket ver­schickt. Beliebt sind hier­bei schon soge­nann­te Koch­bo­xen, die alle Zuta­ten vor­be­rei­tet (con­ve­ni­ent) lie­fern und sie meist nur noch zuhau­se auf­ge­wärmt wer­den müssen.
Aber es müs­sen kei­ne kom­plet­ten, fer­ti­gen Menüs sein. Das kön­nen auch nur bestimm­te Bestand­tei­le sein, die der Gast aus sei­nem Lieb­lings­lo­kal kennt und lie­ben gelernt hat und sie nun in den eige­nen vier Wän­den zu eige­nen Gerich­ten ver­wen­det. Das kön­nen z. B. Gewürz­mi­schun­gen sein, aber auch Dips, Soßen etc.

Der größ­te Vor­teil des Web­shops ist, dass grö­ße­re Men­gen einer Spei­se zu Zei­ten pro­du­ziert wer­den kön­nen, die ansons­ten in der Küche unpro­duk­tiv sind (z. B. Ruhe­ta­ge, Vor­mit­tags-, Nach­mit­tags­zeit). Der Gas­tro­nom ist mit dem Shop nicht mehr an Öff­nungs­zei­ten – aber dank des Inter­nets – auch nicht mehr an Stand­or­te gebunden.

Die Ein­nah­men aus dem Web­shop wer­den zwar meist kei­ne zwei­stel­li­gen Pro­zent­sät­ze des Umsat­zes aus­ma­chen, aber sie sind inter­es­sant für den Umsatz­mix, der künf­tig nicht mehr nur aus den sta­tio­nä­ren Umsät­zen bestehen sollte.

3 Social Media (Face­book, Instagram)

Natür­lich waren die Sozia­len Medi­en auch schon vor 2020 ein wich­ti­ger Bau­stein im Mar­ke­ting einer Gas­tro­no­mie. Kaum eine Bran­che bie­tet solch ein gro­ßes Poten­zi­al an foto-taug­li­chen und somit „insta­gra­ma­blen“ Pro­duk­ten wie die Gas­tro­no­mie. Hier­für gibt es mit „Food-Porn“ sogar ein tref­fen­des, eige­nes Wort. Und das Bes­te ist, dass die Gäs­te den Ver­trieb der Wer­be­bot­schaft auf ihren eige­nen Face­book- und Insta­gram-Accounts sogar selbst und kos­ten­los über­neh­men. Was will man mehr?

Wäh­rend der Pan­de­mie hat sich die Bedeu­tung von Social Media aber noch­mals deut­lich erhöht. So waren die Posts auf Face­book & Co. doch oft die ein­zi­ge Mög­lich­keit, über die­sen lan­gen Zeit­raum hin­weg über­haupt in Kon­takt mit den Gäs­ten zu blei­ben. Wer im letz­ten Jahr hier beson­ders aktiv war, wur­de mit Ver­ständ­nis, Unter­stüt­zung und sogar neu­en Kun­den belohnt. Um regel­mä­ßig zu pos­ten (min­des­tens zwei­mal pro Woche) ist es sinn­voll, einen Redak­ti­ons­plan zu erstel­len, in dem Inhal­te (Text, Foto) und Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung für eini­ge Wochen im Vor­aus fest­ge­legt sind.

4 Gäs­tema­nage­ment

Die Basis, um poten­zi­el­le Gäs­te mit dem Gas­tro­no­mie­an­ge­bot zu errei­chen, sind eine gute Gäs­te­kar­tei. Wobei Kar­tei nicht im Sin­ne von Kar­tei­kar­ten gemeint ist. Unter Berück­sich­ti­gung der Daten­schutz­ver­ord­nung kön­nen die­se „Kar­tei­en“ am Anfang ein­fach in Excel geführt wer­den. Dies macht über die Fil­ter­funk­ti­on den Zugriff auf rele­van­te Gäs­te und somit ziel­ge­rich­te­te Wer­bung ohne Streu­ver­lus­te möglich.

Pro­fes­sio­nel­ler und auch auto­ma­ti­scher kann dies in spä­te­ren Aus­bau­schrit­ten durch ein Reser­vie­rungs­sys­tem gesche­hen, in das die Gäs­te ihre Daten selbst ein­ge­ben. Ide­al ist die Schnitt­stel­len­ver­knüp­fung mit dem Kas­sen­sys­tem. Dadurch erhält der Gas­tro­nom auch Daten zu Prä­fe­ren­zen, Besuchs­häu­fig­keit und dem Gesamt­um­satz pro Gast.

Das ers­te Gebot in der Pan­de­mie ist es, den Kon­takt zum Gast zu hal­ten. Dies kann z. B. mit einem News­let­ter gesche­hen. Aber auch Geburts­tags­grü­ße und Reak­ti­vie­rungs­maß­nah­men wie „Wir ver­mis­sen dich!“ sind nütz­li­che Aktivitäten.

Autor: Ralf Klümper
Klüm­per war bis 2017 selbst zehn Jah­re Gas­tro­nom in Essen. Sei­ne Pra­xis­er­fah­rung ver­mit­telt er seit­dem als Gas­tro­no­mie- und Grün­dungs­be­ra­ter sowie in Gastro­blogs und Fachpublikationen.

26.4.2021
Tipps

GIVE ME FOUR / Die “richtigen” Fotos

Auf die gro­ße Freu­de, in die Pres­se zu kom­men, folgt oft­mals die Sor­ge dar­über, wel­ches Bild man denn nun am bes­ten mit lie­fert. Schließ­lich möch­te man ja auch stolz auf sei­nen Zei­tungs­ar­ti­kel ver­wei­sen können.

Hier kom­men mei­ne 4 Tipps für Pres­se­bil­der, mit denen Sie sich sehen las­sen können:

1 Ach­ten Sie auf die Lichtrichtung!

Sie ken­nen das Licht in Umklei­de­ka­bi­nen? Es kommt immer von oben und ist damit das unchar­man­tes­te Licht über­haupt. Die Augen­höh­len sehen tief und dun­kel aus, jede Fal­te und Uneben­heit wird her­aus model­liert, die Haa­re sehen aus wie ein Besen. Wer will das schon?! Außer­halb von Umklei­de­ka­bi­nen ist die­ses Licht oft in Form von Decken­s­pots zu fin­den. Also stel­len Sie sich nie­mals unter Spots/Deckenleuchten. Gleich ver­hält es sich mit pral­ler Mit­tags­son­ne, die senk­recht von oben vom Him­mel lacht. Wei­ches, fron­ta­les (nicht blen­den­des) Licht ist Trumpf, weil es schmei­chel­haft wirkt.

2 Schen­ken Sie dem Hin­ter­grund Beachtung!

Efeu, das deko­ra­tiv aus dem Kopf wuchert? Kabel­ge­wirr, das aus Ihrem Arm wächst? Bes­ser nicht! Alles, was sich direkt hin­ter Ihnen befin­det, wird so scharf abge­bil­det, wie Sie sel­ber. Also, stö­ren­de Ele­men­te besei­ti­gen oder dazu Abstand gewin­nen, indem Sie sich eini­ge Schrit­te ent­fer­nen. Unschär­fe im Hin­ter­grund lenkt den Blick gezielt auf Sie. Und um Sie geht es ja. Bil­der mit wir­rem Hin­ter­grund kann man even­tu­ell noch durch die Wahl eines ande­ren Aus­schnitts retten.

3 Ver­klei­den Sie sich nicht!

Ori­en­tie­ren Sie sich dar­an, wie Sie einem Kun­den gegen­über ste­hen würden.
Tra­gen Sie Sak­ko und Hemd, dann machen Sie das auch auf dem Bild.
Sind Sie eher der lege­re Typ, den die Kun­den nicht ande­res ken­nen als mit Shirt und Jeans, dann blei­ben Sie sich treu. Das gilt übri­gens auch für das rest­li­che Sty­ling. Wie­der­erken­nungs­wert ist das Zauberwort!

Sehen Sie sich vor­han­de­ne Bil­der an und wäh­len Sie ein Bild, auf dem Sie SICH sehen.

4 Der Bezug zu Ihrer Tätigkeit

Das ist sozu­sa­gen das Sah­ne­häub­chen. Foto­gra­fen ver­su­chen auf Pres­se­fo­tos immer die­sen Bezug her­zu­stel­len. Schau­en Sie mal, ob Sie ein Bild von sich bei der Arbeit haben, eines mit Arbeits­uten­si­li­en oder in Ihren Ver­kaufs­räum­lich­kei­ten. Selbst wenn nicht, sind Sie, sofern Sie die ers­ten 3 Punk­ten beher­zi­gen, schon auf dem rich­ti­gen Weg.

Autorin: Bir­git Sei­del, Fotografin

12.4.2021
Genehmigungen

GIVE ME FOUR / Genehmigungspflicht von Werbeanlagen an der Betriebsstätte

1 Recht­li­che Voraussetzungen

Für den Erfolg eines Unter­neh­mens ist es u. a. erfor­der­lich, dass das Unter­neh­men an sei­ner Betriebs­stät­te auf sich und sei­ne Leis­tung / Tätig­keit in geeig­ne­ter Wei­se hin­weist. Dies geschieht meist durch so genann­te Wer­be­an­la­gen. § 10 BauO NRW bestimmt in Zif­fer 1: Anla­gen der Außen­wer­bung (Wer­be­an­la­gen) sind alle orts­fes­ten Ein­rich­tun­gen, die der Ankün­di­gung oder Anprei­sung oder als Hin­weis auf Gewer­be oder Beruf die­nen und vom öffent­li­chen Ver­kehrs­raum aus sicht­bar sind. Hier­zu zäh­len ins­be­son­de­re Schil­der, Beschrif­tun­gen, Bema­lun­gen, Licht­wer­bun­gen, Schau­käs­ten sowie für Zet­tel­an­schlä­ge und Bogen­an­schlä­ge oder für Licht­wer­bung bestimm­te Säu­len, Tafeln und Flächen.

Als „orts­fest“ gel­ten Ein­rich­tun­gen, die an einer bau­li­chen Anla­ge befes­tigt und mit die­ser nicht nur vor­über­ge­hend ver­bun­den sind. Ob die Anla­ge an einer Immo­bi­lie oder davor fest im Boden ver­an­kert ange­bracht wird, spielt kei­ne Rol­le. In jedem Fall müs­sen die Vor­ga­ben des Bau- und Pla­nungs­rechts, des Stra­ßen­ver­kehrs­rechts, des Umwelt­schutz­rechts und ggf. des Denk­mal­schutz­rechts beach­tet wer­den. Zum öffent­li­chen Ver­kehrs­raum zäh­len nicht nur Stra­ßen und Plät­ze, son­dern auch Grün­flä­chen und Grün­an­la­gen und even­tu­ell auch Park­plät­ze von Super­märk­ten, wenn sie von der Öffent­lich­keit genutzt werden.

2 Geneh­mi­gungs­pflicht bei Errich­tung und Veränderung

Nicht nur die Errich­tung der­ar­ti­ger Anla­gen, son­dern auch die Ände­rung bezüg­lich Far­be, Form oder Beschrif­tung oder die Nut­zungs­än­de­rung von bereits exis­tie­ren­den Wer­be­an­la­gen sind grund­sätz­lich geneh­mi­gungs­be­dürf­tig. Aller­dings macht die Lan­des­bau­ord­nung in § 62 Abs. 1 Nr. 12 BauO NRW eini­ge Aus­nah­men von der Geneh­mi­gungs­be­dürf­tig­keit. So bedarf die Anbrin­gung oder Errich­tung von ein­zel­nen Wer­be­an­la­gen, deren Flä­che klei­ner als 1 qm ist, kei­ner Geneh­mi­gung. Dabei wer­den meh­re­re Wer­be­an­la­gen, die man aus einem Blick­win­kel sehen kann, zu einer Gesamt­flä­che addiert. Auch zäh­len Deko­ra­tio­nen und Aus­la­gen in Schau­fens­tern nicht zu den Wer­be­an­la­gen. Für durch Bebau­ungs­plan fest­ge­setz­te Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­te kann die Geneh­mi­gungs­pflicht entfallen.

3 Gebüh­ren und Kosten

Für die Geneh­mi­gung von Wer­be­an­la­gen fal­len Gebüh­ren an. Die­se betra­gen 10 Pro­zent der Her­stel­lungs­kos­ten, wobei die Her­stel­lungs­kos­ten auf vol­le 500,00 Euro auf­ge­run­det wer­den. Min­des­tens betra­gen die Gebüh­ren 100,00 Euro. Soll­ten nicht geneh­mig­te Anla­gen errich­tet wer­den oder bereits geneh­mig­te Anla­gen ohne Geneh­mi­gung ver­än­dert wer­den, fal­len die drei­fa­chen Gebüh­ren an. Ggf. kann eine Besei­ti­gungs- oder Abriss­ver­fü­gung erfol­gen oder ein Buß­geld nach § 86 (1) Nr. 13 BauO NRW fest­ge­setzt werden.

4 Antrags­vor­dru­cke und Beratung

Die für Geneh­mi­gun­gen gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Antrags­vor­dru­cke kön­nen im Inter­net auf dem Ser­vice­por­tal der Stadt Ober­hau­sen unter www​.ober​hau​sen​.de her­un­ter­ge­la­den wer­den. Aus den Vor­dru­cken ergibt sich, wel­che wei­te­ren Unter­la­gen (z. B. Flur­kar­te, Bil­der, Zeich­nun­gen, Kos­ten­nach­weis) ein­zu­rei­chen sind. Wegen der Coro­na­schutz­re­geln kön­nen die Vor­dru­cke zur­zeit nicht per­sön­lich im Tech­ni­schen Rat­haus der Stadt Ober­hau­sen abge­holt werden.

4 Tipps

1 Der Fach­be­reich 5-3-10 / Bau­tech­nik im Tech­ni­schen Rat­haus der Stadt Ober­hau­sen berät – zur­zeit nur tele­fo­nisch – zu Fra­gen der gene­rel­len Geneh­mi­gungs­fä­hig­keit von Wer­be­an­la­gen von mon­tags bis frei­tags von 8:30 Uhr – 12:00 Uhr unter Tel. 825-3572.

Da es vie­le Bebau­ungs­plä­ne in Ober­hau­sen gibt, ist es sinn­voll, auch die Pla­nungs­be­ra­tung (Fach­be­reich 5-1-10) zu kon­tak­tie­ren. Die­se ist zur­zeit eben­falls nur tele­fo­nisch mon­tags und mitt­wochs von 8:30 Uhr – 11:30 Uhr und mitt­wochs von 13:30 Uhr – 15:30 Uhr unter Tel. 825-2309 oder 825-2508 erreich­bar. Aktu­el­le Coro­na­schutz­re­geln beachten!

2 Die Bear­bei­tung eines Antrags kann eini­ge Wochen in Anspruch neh­men. Dies soll­te vor der Errich­tung einer Wer­be­an­la­ge bedacht werden.

3 Soll die Wer­be­an­la­ge an einer gepach­te­ten oder gemie­te­ten Immo­bi­lie ange­bracht wer­den, ist selbst­ver­ständ­lich die Geneh­mi­gung des Eigen­tü­mers not­wen­dig. Dies soll­te beim Abschluss des Miet- oder Pacht­ver­tra­ges gere­gelt sein.

4 Bei der inhalt­li­chen Gestal­tung der Wer­be­an­la­ge sind berufs­stän­di­sche und wer­be­recht­li­che Anfor­de­run­gen zu beach­ten. Die Wer­be­an­la­ge darf nicht ver­un­stal­tend sein und es darf kei­ne stö­ren­de Häu­fung vorliegen.

Autor: Franz-Josef M. Muckel

29.3.2021
FÖRDERPROGRAMM

GIVE ME FOUR / Gründungszuschuss

Vie­le Grün­der stre­ben ihre Selbst­stän­dig­keit aus dem Bezug von Arbeits­lo­sen­geld I an. Dabei ist der Grün­dungs­zu­schuss, mit dem die Agen­tur für Arbeit die Grün­dung unter­stüt­zen kann, ein wich­ti­ges För­der­instru­ment, um den Jung­un­ter­neh­mern in der Start­pha­se finan­zi­ell zu erleich­tern, ihr Unter­neh­men auf­zu­bau­en und ers­te Kun­den zu akquirieren.

Der Grün­dungs­zu­schuss ist eine Form des „Über­brü­ckungs­gelds“ für die ers­ten sechs Mona­te einer haupt­be­ruf­li­chen Selbst­stän­dig­keit bei Grün­dung aus dem Bezug von Arbeits­lo­sen­geld I. Der Grün­dungs­zu­schuss ist in der Höhe iden­tisch mit dem indi­vi­du­el­len Arbeits­lo­sen­geld I zuzüg­lich einer Pau­scha­le von 300 Euro pro Monat für die Absi­che­rung in den gesetz­li­chen Sozi­al­ver­si­che­run­gen. Soll­te nach sechs Mona­ten eine wei­te­re Unter­stüt­zung not­wen­dig sein, kann man für eine zwei­te Pha­se von neun Mona­ten nur die monat­li­chen 300 Euro bean­tra­gen. Der Grün­dungs­zu­schuss muss unab­hän­gig von den Ein­nah­men aus selbst­stän­di­ger Tätig­keit nicht zurück­ge­zahlt wer­den. Als zusätz­li­che Absi­che­rung dient die Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung für Selbst­stän­di­ge, die inner­halb von drei Mona­ten nach der Grün­dung bean­tragt wer­den muss.

Wie bean­tra­ge ich erfolg­reich den Gründungszuschuss?

Vor­aus­set­zun­gen

1  Ein Rest­an­spruch auf Arbeits­lo­sen­geld von min­des­tens 150 Tagen.
2  Ein trag­fä­hi­ges Geschäfts­kon­zept, aus dem die per­sön­li­che und fach­li­che Eig­nung hervorgeht.
3  Eine Trag­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung auf der Basis des Businessplans.
4  Der Grün­dungs­zu­schuss ist kei­ne Pflicht­leis­tung, son­dern eine Ermes­sens­ent­schei­dung der Arbeitsagentur.

Antrags­un­ter­la­gen

Der Antrag muss zunächst beim Arbeits­ver­mitt­ler form­los gestellt und anschlie­ßend mit dem Vor­druck der Arbeits­agen­tur begrün­det werden.
2  Ein Busi­ness­plan mit einer umfas­sen­den Finanz­pla­nung über min­des­tens drei Jah­re und Lebens­lauf des Gründers.
3  Eine fach­kun­di­ge Stel­lung­nah­me z. B. vom Star­ter­cen­ter, Wirtschaftsförderung/IHK/HWK.
4  Ein Gewer­be­schein bzw. bei Frei­be­ruf­li­chen eine Anzei­ge beim Finanzamt.

Gut zu wissen

Um sich auf die Selbst­stän­dig­keit vor­zu­be­rei­ten, gibt es ver­schie­de­ne Semi­nar- und Bera­tungs­an­ge­bo­te. Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld kön­nen von ihrer Arbeits­ver­mitt­le­rin bzw. ihrem Arbeits­ver­mitt­ler einen Gut­schein (AVGS = Akti­vie­rungs- und Ver­mitt­lungs­gut­schein) für Exis­tenz­grün­der erhal­ten, der ein indi­vi­du­el­les Coa­ching zur Vor­be­rei­tung auf eine selbst­stän­di­ge Tätig­keit bei einem zer­ti­fi­zier­ten Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tut finanziert.

Autor: Peter M. Urselmann

Mar­tin Hinzmann
Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH
Lei­ter Unternehmensservice
Tel.: 0208 85036-28
martin.​hinzmann@​owtgmbh.​de
www​.owtgmbh​.de

15.3.2021
MARKETING / VERTRIEB

GIVE ME FOUR / “Google My Business”

Mit Hil­fe von “Goog­le My Busi­ness” kön­nen Unter­neh­men im Netz leich­ter und bes­ser gefun­den wer­den. Das kos­ten­freie Unter­neh­mens­pro­fil lässt sich in weni­gen Schrit­ten bei Goog­le anle­gen und ver­schafft dem inter­es­sier­ten Kun­den in der Unter­neh­mens-Umge­bung einen Ein­druck vom jewei­li­gen Betrieb.

Hier sind vier Tipps, mit denen sich Unter­neh­men gegen­über dem Wett­be­wer­ber abhe­ben können:

1 Ver­wen­den Sie gute Bilder
Sie ken­nen den Aus­spruch: Bil­der sagen mehr als tau­send Wor­te. Nut­zen Sie daher aus­drucks­star­ke Fotos (wenn mög­lich, kei­ne Stock­bil­der!), um einen rea­lis­ti­schen Ein­druck von Ihrem Betrieb zu geben. Die Ein­bin­dung von Mit­ar­bei­tern und/oder Inha­bern wirkt dabei beson­ders authen­tisch. (die schrift­li­che Ein­wil­li­gung der Per­so­nen nicht vergessen).

2 Reagie­ren Sie auf Bewertungen
Egal ob posi­tiv oder nega­tiv: Wenn sich ein Kun­de zu Ihrem Betrieb äußert, neh­men Sie hier­zu in jedem Fall Stel­lung. Sei es mit einem kur­zen Dank für die Rezen­si­on oder mit einer adäqua­ten wie pro­fes­sio­nel­len Reak­ti­on auf (ver­meint­li­che) Kri­tik. Ver­su­chen Sie Letz­te­re ins Posi­ti­ve umzu­keh­ren, indem Sie auf die genann­ten Punk­te ein­ge­hen und Lösungs­mög­lich­kei­ten auf­zei­gen bzw. Irri­ta­tio­nen auflösen.

3 Pfle­gen Sie Ihre Stammdaten
Ihr Unter­neh­mens­na­me hat sich geän­dert, Sie sind ein Laden­lo­kal wei­ter­ge­zo­gen oder die Öff­nungs­zei­ten wur­den geän­dert? Nichts ist ärger­li­cher, als wenn ein Kun­de Sie ent­we­der nicht fin­det oder nicht erreicht. Des­halb sind das die Infor­ma­tio­nen, die immer aktu­ell gehal­ten wer­den müs­sen. Das gilt auch für die Web­site und die Öff­nungs­zei­ten in Ihrem Eintrag.

4 Nut­zen Sie mög­lichst alle Funktionen
Der My-Busi­ness-Ein­trag bie­tet neben der Pfle­ge der Stamm­da­ten auch die Mög­lich­keit, Unter­neh­mens­ka­te­go­rien fest­zu­le­gen, eine kur­ze Unter­neh­mens­be­schrei­bung ein­zu­tra­gen und Pro­duk­te anzu­zei­gen. Ver­su­chen Sie, die gan­ze Band­brei­te zu nut­zen, um die Ein­zig­ar­tig­keit Ihres Unter­neh­mens (den soge­nann­ten USP) herauszustellen.

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Autor: Mar­tin Hinzmann

Lucas Hei­nen
Einer der drei Grün­der der Uhren­mar­ke POTTWATCH
info@​pottwatch.​ruhr
www​.pott​watch​.ruhr

// Ende 2017 kam die Idee zu POTTWATCH – eine Kom­bi­na­ti­on aus Wirt­schaft, Hand­werk und Heimatliebe. //

1.3.2021
FINANZIERUNG

GIVE ME FOUR / Crowdfunding

Eine mög­li­che Art der Finan­zie­rung für ein Start-up Unternehmen

Bei Start-ups und ande­ren kapi­tal­be­dürf­ti­gen Pro­jek­ten wird die Finan­zie­rungs­me­tho­de Crowd­fun­ding immer belieb­ter, doch was steckt eigent­lich dahin­ter? Das Wort setzt sich aus den Begrif­fen Crowd (dt. Men­schen­men­ge) und Fun­ding (dt. Finan­zie­rung) zusam­men. Vie­le Unter­stüt­zer finan­zie­ren also ein Pro­jekt, um des­sen Umset­zung über­haupt erst zu ermög­li­chen. Die Initia­to­ren set­zen meist ein Finan­zie­rungs­ziel fest. Kommt die benö­tig­te Sum­me zur Ziel­er­rei­chung nicht zusam­men, wird den Unter­stüt­zern das Geld zurückgezahlt.

Ein erfolg­rei­ches Pro­jekt in Ober­hau­sen star­te­ten die Grün­der von POTTWATCH.
Dami­an, Jason und Lucas grün­de­ten im Mai 2018 eine Uhren­mar­ke für das Ruhr­ge­biet. Die Zeit­mes­ser wer­den mit ech­ter Stein­koh­le aus der Zeche Pro­sper Hani­el ver­edelt. Um die Her­stel­lung zu finan­zie­ren, star­te­ten sie im Juli 2019 eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne. Die ers­te Edi­ti­on der POTTWATCH (Gru­ben­licht 5.1) konn­te über die Kam­pa­gne bei der Platt­form Start­next bis Ende August 2019 reser­viert wer­den. Die Aus­lie­fe­rung war für November/Dezember 2019 geplant. Die in der Kam­pa­gne ange­bo­te­ne Edi­ti­on Gru­ben­licht 5.1 war auf 510 Exem­pla­re limi­tiert und bereits sechs Tage vor Ende der Kam­pa­gne aus­ver­kauft. Ergeb­nis: 617 % Ziel­er­rei­chung – ein vol­ler Erfolg.

Das jun­ge Start-up nahm den Schwung mit und star­te­te im Janu­ar 2020 mit dem Ver­kauf der zwei­ten Edi­ti­on „Hei­mat­er­de“ über ihre eige­ne Web­site und wei­te­re Han­dels­part­ner, z.B. im Cen­tro Ober­hau­sen in der dor­ti­gen Tou­rist Infor­ma­ti­on und beim Welt­kul­tur­er­be Zeche Zoll­ver­ein in Essen. Den Erfolg erklär­ten sich die drei Grün­der mit der guten Vor­be­rei­tung. Mit einem auf­schluss­rei­chen Video, bei dem sie ihr Vor­ha­ben aus­führ­lich erklär­ten, bau­ten sie Ver­trau­en auf und lie­ßen die poten­zi­el­len Unter­stüt­zer an der Grün­dungs­ge­schich­te teil­ha­ben. Par­al­lel wur­de die PR-Kam­pa­gne ange­scho­ben – es erschie­nen Arti­kel im Oh!-Stadtmagazin, der WAZ und der Bild-Zei­tung. Außer­dem führ­ten die jun­gen Unter­neh­mer in der Zeit eine Rei­he von Inter­views mit ver­schie­de­nen Start-up-Maga­zi­nen. So konn­ten kon­stant wei­te­re Unter­stüt­zer gewon­nen werden.

Und Pott­watch macht wei­ter: Im Früh­jahr 2021 star­tet das jun­ge Unter­neh­men eine wei­te­re Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne, denn die neue Uhren-Kol­lek­ti­on soll im Som­mer erschei­nen. Neben der Kapi­tal­be­schaf­fung geht es dann aber beson­ders auch um den Kampf gegen den Klimawandel.

Crowd­fun­ding kann unter­schied­li­che For­men anneh­men. Über eine Kam­pa­gne kön­nen bei­spiels­wei­se ein­fach freie Spen­den gesam­melt oder mit rich­ti­gen Pro­duk­ten ein Gegen­wert geschaf­fen wer­den. Die Finan­zie­rungs­me­tho­de lässt sich außer­dem bei unter­schied­li­chen Platt­for­men rea­li­sie­ren. Start­next ist eher eine Platt­form für deut­sche Pro­jek­te (die Kick­star­ter Platt­form eher für inter­na­tio­na­le Pro­jek­te) und stellt den Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen ganz spe­zi­fi­sche Kernfragen:

1   Wor­um geht es in dem Pro­jekt? Was sind die Zie­le und wer ist die Zielgruppe?

2   War­um soll­te jemand die­ses Pro­jekt unterstützen?

3   Was pas­siert mit dem Geld bei erfolg­rei­cher Finanzierung?

4  Wer steht hin­ter dem Projekt?

Neu – NRWMicroCrowd
Mit die­sem Pro­gramm wer­den Pro­jek­te von Existenzgründer*innen und jun­gen Unter­neh­men unter­stützt, die sich zu min­des­tens 20 Pro­zent durch Crowd­fun­ding finan­zie­ren. Geför­dert wer­den maxi­mal 80 Pro­zent der Vor­ha­ben­kos­ten bis zu einem Höchst­be­trag von 50.000 Euro. Für die­ses Pro­gramm arbei­tet die NRW​.BANK mit Start­next zusammen.

Autor: Lucas Heinen

Mei­ke Ströhmer
Geschäfts­stel­len­lei­te­rin WbI/.garage dortmund
stroehmer@​weiterbildungsinstitut.​de

20.2.2021
FÖRDERMITTEL

GIVE ME FOUR / Corona Hilfen

1 Wel­che Über­brü­ckungs­hil­fen kön­nen ab Janu­ar 2021 bean­tragt werden?

Seit Janu­ar 2021 gibt es das Über­brü­ckungs­geld III. Anders als bei der sog. Novem­ber­hil­fe gilt das Über­brü­ckungs­geld III für alle Unter­neh­men, Solo­selbst­stän­di­ge sowie Freiberufler*innen, die von den bun­des­wei­ten Schlie­ßun­gen ab 16. Dezem­ber 2020 direkt oder indi­rekt betrof­fen waren und im Dezem­ber 2020 einen Umsatz­ein­bruch von min­des­tens 30 % im Ver­gleich zum Dezem­ber 2019 erlit­ten haben. Aber auch Unter­neh­men, die in dem Monat der Schlie­ßungs­an­ord­nun­gen mehr als 40 % Umsatz­rück­gang im Ver­gleich zum ent­spre­chen­den Monat des Jah­res 2019 erlit­ten haben, kön­nen Anträ­ge stellen.

Der Maxi­mal­hö­he des Über­brü­ckungs­geld III pro Monat beträgt für direkt und indi­rekt von den Schlie­ßun­gen betrof­fe­ne Unter­neh­men 500.000 Euro pro Monat der Schlie­ßung. Alle ande­ren Unter­neh­men kön­nen bis zu 200.000 Euro im Monat erhal­ten. Geför­dert wer­den Fix­kos­ten, wie Mie­ten und Pach­ten, Finan­zie­rungs­kos­ten und ähn­li­che Kos­ten, die nicht umsatz­ab­hän­gig sind, Auf­wen­dun­gen für Per­so­nal, das Kurz­ar­beit nicht nut­zen kann, Moder­ni­sie­rungs-, Reno­vie­rungs- und Umbau­maß­nah­men zur Umset­zung von Hygie­nekon­zep­ten bis zu 20.000 Euro, Abschrei­bun­gen von Wirt­schafts­gü­tern bis zu 50 %, Mar­ke­ting- und Wer­be­kos­ten (maxi­mal in Höhe der ent­spre­chen­den Aus­ga­ben im Jahr 2019).
Nähe­re Erläu­te­run­gen fin­den Sie hier: www​.ueber​bru​eckungs​hil​fe​-unter​neh​men​.de. Die Zuschüs­se müs­sen nicht zurück­ge­zahlt wer­den. Die Höhe der för­der­fä­hi­gen Fix­kos­ten steht in Abhän­gig­keit des Umsatz­rück­gan­ges und liegt zwi­schen 40 % und 90 %.

Die Antrag­stel­lung muss elek­tro­nisch durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, ver­ei­dig­te Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen über die Über­brü­ckungs­hil­fe-Platt­form erfol­gen. Erfreu­lich ist, dass seit Janu­ar 2021 Solo­selbst­stän­di­ge bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter Nut­zung ihres von der Steu­er­erklä­rung bekann­ten ELS­TER-Zer­ti­fi­kats direkt, also ohne Beauf­tra­gung zum Bei­spiel einer Steu­er­be­ra­te­rin oder eines Steu­er­be­ra­ters, Anträ­ge stel­len können.

Bit­te beach­ten Sie, dass der Antrag bis 31. März 2021 gestellt wer­den muss. Erfreu­lich ist, dass auch für das Über­brü­ckungs­geld II (sog. Novem­ber­hil­fe) die Antrags­frist bis 31. März 2021 ver­län­gert wor­den ist.

2 Wel­che coro­nabe­ding­ten steu­er­li­chen Hil­fen kann ich 2021 in Anspruch nehmen?

Zunächst gibt es gute Nach­rich­ten für all die­je­ni­gen, die ihre Steu­er­erklä­rung für das Kalen­der­jahr 2019 noch nicht ganz erstellt haben. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass Sie die Jah­res­er­klä­run­gen durch einen Steu­er­be­ra­ter erstel­len las­sen. Dann soll sich die Abga­be­frist vor­aus­sicht­lich bis zum 31.08.2021 verlängern.

Auch in die­sem Jahr kön­nen Sie wie­der Stun­dun­gen der bereits fäl­li­gen Steu­ern im Rah­men eines ver­ein­fach­ten Ver­fah­rens bei Ihrem Finanz­amt stel­len, wenn Sie erheb­lich nega­tiv durch Coro­na wirt­schaft­lich belas­tet sind. Ver­ges­sen Sie nicht die Anschluss­stun­dung der bereits im letz­ten Jahr bean­trag­ten Stun­dun­gen. Letz­te Frist für die ver­ein­fach­ten Stun­dungs­an­trä­ge ist 31. März 2021. Die Stun­dun­gen lau­fen dann zins­los bis zum 30. Juni 2021. Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen lau­fen sogar zins­los bis 31. Dezem­ber 2021.
Falls Sie durch die Schlie­ßungs­an­ord­nun­gen Wert­ver­lus­te von Waren und ande­ren Wirt­schafts­gü­tern erlit­ten haben, wer­den Teil­wert­ab­schrei­bun­gen unbü­ro­kra­tisch und schnell mög­lich gemacht. Die inven­ta­ri­sie­ren­den Güter kön­nen aus­ge­bucht wer­den. Sie kön­nen so Ihre Ver­lus­te unmit­tel­bar ver­rech­nen und steu­er­min­dernd ansetzen.

3 Was ver­birgt sich hin­ter der „Neu­start­hil­fe für Soloselbstständige“?

Solo­selbst­stän­di­ge, ins­be­son­de­re Künst­le­rin­nen und Künst­ler sowie Kul­tur­schaf­fen­de, erhal­ten ab Janu­ar 2021 eine ein­ma­li­ge Betriebs­kos­ten­pau­scha­le von bis zu 7.500 Euro für den Zeit­raum bis Ende Juni 2021 als steu­er­ba­ren Zuschuss. Das Pro­blem vie­ler Solo­selbst­stän­di­gen war bis­lang, dass sie kaum betrieb­li­che regel­mä­ßi­ge Fix­kos­ten hat­ten. Daher wird jetzt die bis­he­ri­ge Erstat­tung von Fix­kos­ten ergänzt um eine ein­ma­li­ge Betriebs­kos­ten­pau­scha­le, die sog. Neu­start­hil­fe. Solo­selbst­stän­di­ge kön­nen ein­ma­lig 25 % des Umsat­zes des ent­spre­chen­den Vor­kri­sen­zeit­raums 2019 erhal­ten. Die Neu­start­hil­fe muss nicht zurück­ge­zahlt wer­den. Soll­ten Sie Leis­tun­gen des Job­cen­ters erhal­ten, wird die Neu­start­hil­fe auf­grund ihrer Zweck­bin­dung nicht angerechnet.
Vor­aus­set­zung ist, dass Sie in der Ver­gan­gen­heit min­des­tens 51 % aus selbst­stän­di­ger Tätig­keit erzielt haben. Fer­ner muss Ihr Umsatz wäh­rend der sie­ben­mo­na­ti­gen Lauf­zeit Dezem­ber 2020 bis Juni 2021 im Ver­gleich zu einem sie­ben­mo­na­ti­gen Refe­renz­um­satz (durch­schnitt­li­cher Umsatz 2019) um mehr als 50 % zurück­ge­gan­gen sein.

Der Zuschuss beträgt ein­ma­lig 25 % des sie­ben­mo­na­ti­gen Refe­renz­um­sat­zes, maxi­mal aber 7.500 Euro. Er wird als Vor­schuss ab Janu­ar 2021 aus­ge­zahlt. Bit­te beach­ten Sie, dass es daher zu einer even­tu­el­len Rück­zah­lung kom­men könn­te, falls Ihre Umsät­ze wie­der stei­gen soll­ten. Auch hier gilt, dass der Antrag bis 31. März 2021 gestellt wer­den muss.

4 Wel­che Kre­di­te sind 2021 für Unter­neh­men in der Coro­na­kri­se interessant?

Unter­neh­men mit bis zu 10 Beschäf­tig­ten soll­ten sich bei Ihrer Haus­bank über den kfw-Schnell­kre­dit infor­mie­ren. Sie kön­nen bis zu 300.000 Euro erhal­ten. Ihr Umsatz im Jahr 2019 ist hier­bei natür­lich ent­schei­dend. Erfreu­lich ist, dass eine Kre­dit­ri­si­ko­prü­fung nicht statt­fin­det, weil der Bund das voll­stän­di­ge Risi­ko für Sie über­nimmt und Ihre Haus­bank kom­plett von der Haf­tung freistellt.

Bit­te beach­ten Sie:
Die­se Aus­füh­run­gen sind nach den gel­ten­den Rege­lun­gen vom 20.2.2021 ver­fasst. Die Rah­men­be­din­gun­gen kön­nen sich kurz­fris­tig ändern, so dass ggf. aktu­el­le­re Aus­füh­run­gen zu einem spä­te­ren Zeit­punkt gelten.

Autorin: Mei­ke Ströhmer

Infor­ma­tio­nen:
Heinz Wisnitzer
Bera­ter der Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH
Tel: 0208 85036-13
heinz.​wisnitzer@​owtgmbh.​de

San­dra Rotheuler
Bera­te­rin Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tut WbI
Tel: 0208 3771060
rotheuler@​weiterbildungsinstitut.​de

1.2.2021
FÖRDERMITTEL

GIVE ME FOUR / Bildungsscheck NRW

1 Was ist ein Bildungsscheck?
Das Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les NRW för­dert die beruf­li­che Wei­ter­bil­dung mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung. Jede ein­zel­ne Fort­bil­dung kann mit bis zu 500 Euro bezu­schusst wer­den. Das Ziel des Bil­dungs­schecks ist die Unter­stüt­zung von Per­so­nen die ihre Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit durch stän­di­ges Ler­nen ver­bes­sern und Unter­neh­men durch gut qua­li­fi­zier­te Beschäf­tig­te zu stär­ken. Kurz gesagt: Die Men­schen fit für die Arbeits­welt der Zukunft zu machen.

2 Wer bekommt einen Bildungsscheck?
//Einzelpersonen im soge­nann­ten „indi­vi­du­el­len Zugang“
Ein indi­vi­du­el­ler beruf­li­cher Zusam­men­hang ist aus­schlag­ge­bend, d.h. die beruf­li­che Ver­wert­bar­keit der Wei­ter­bil­dung für die aktu­el­le oder die zukünf­ti­ge Tätig­keit muss gege­ben sein. Alle wei­te­ren Ange­bo­te wie sport­li­che oder künst­le­ri­sche Betä­ti­gung wer­den in der Regel nicht gefördert.
Wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen sind: der Wohn­sitz des Bil­dungs­scheck­emp­fän­gers muss in NRW sein, jede Per­son kann pro Jahr einen Bil­dungs­scheck erhal­ten und Ein­kom­mens­gren­zen sind zu beachten.
//Unternehmen (Beschäf­tig­te) erhal­ten einen „betrieb­li­chen Bildungsscheck“
Unter­neh­men die ihren Beschäf­tig­ten eine beruf­li­che Wei­ter­bil­dung ermög­li­chen erhal­ten finan­zi­el­le Unter­stüt­zung bei den Aus­ga­ben. Aus­ge­schlos­sen von der Kos­ten­über­nah­me sind Fort­bil­dun­gen die per gesetz­li­cher Ver­pflich­tung vom Arbeit­ge­ber über­nom­men wer­den müssen.
Vor­aus­set­zung: Sitz oder Betriebs­stät­te des Unter­neh­mens muss NRW sein und das Unter­neh­men muss weni­ger als 250 Beschäf­tig­te haben. Pro Kalen­der­jahr kann ein Unter­neh­men bis zu zehn Bil­dungs­schecks bean­tra­gen, jedoch nur einen pro Mitarbeiter.

3 Für wel­che Weiterbildung?
Ange­bo­te, die fach­über­grei­fen­de Kom­pe­ten­zen zur Anwen­dung brin­gen. Zum Beispiel:
Kur­se für den Abschuss eines Fort­bil­dungs­be­ru­fes, zur Erlan­gung beruf­li­cher Sach­kun­de, für metho­di­sche Kom­pe­ten­zen oder das Nach­ho­len von Berufsabschlüssen.
Die­se Auf­zäh­lung ent­hält ledig­lich eini­ge Bei­spie­le, im Ein­zel­fall soll­te das geplan­te Vor­ha­ben mit der Bera­tungs­stel­le für den Bil­dungs­scheck abge­stimmt wer­den. Auch ist zu klä­ren ob der Wei­ter­bil­dungs­trä­ger den Bil­dungs­scheck akzeptiert.

4 Wie erfolgt die Antragstellung?
In ganz NRW gibt es auto­ri­sier­te Bera­tungs­stel­len, die in einem per­sön­li­chen Gespräch den Bil­dungs­scheck aus­ge­ben. Zwin­gend ist die­se Aus­ga­be vor Beginn der Wei­ter­bil­dung, eine Kurs­an­mel­dung ist vor­zei­tig mög­lich. Der Scheck muss einen Tag vor dem Start vorliegen.

Autor: Heinz Wisnitzer

Heinz Wis­nit­zer
Bera­ter der Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH
heinz.​wisnitzer@​owtgmbh.​de

11.1.2021
FÖRDERMITTEL

GIVE ME FOUR / Gründerstipendium NRW

Das Gründerstipendium.NRW soll Grün­dern inno­va­ti­ver Unter­neh­men hel­fen, ihren Lebens­un­ter­halt wäh­rend der Start­pha­se zu sichern und dabei gleich­zei­tig ihr Busi­ness im Markt vor­an­zu­brin­gen. Die Sti­pen­dia­ten erhal­ten  1.000 Euro pro Monat an För­de­rung vom Land Nord­rhein-West­fa­len (NRW) für ins­ge­samt ein Jahr.

Inno­va­ti­ve” Unter­neh­men ent­wi­ckeln Pro­duk­te oder Ver­fah­ren, die den Stand der heu­ti­gen Tech­nik wesent­lich ver­bes­sern, oder eine neue Dienst­leis­tung, die ein Allein­stel­lungs­merk­mal auf einem min­des­tens regio­na­len Markt erwar­ten lässt.

Die Antrag­stel­ler sind natür­li­che Per­so­nen, die min­des­tens 18 Jah­re alt sind und ihren Wohn­sitz in NRW haben. Zum Zeit­punkt der Antrag­stel­lung sind die­se ent­we­der noch nicht selb­stän­dig oder haben ein Unter­neh­men gegrün­det, das nicht län­ger als ein Jahr besteht.

Vor­aus­set­zung für die För­de­rung ist eine schrift­li­che Emp­feh­lung einer Jury, die einem akkre­di­tier­ten Grün­dungs­netz­werk angehört.

Um an einer Jury­sit­zung teil­zu­neh­men, müs­sen die Antrag­stel­ler ein Ideen­pa­pier ein­rei­chen, in dem fol­gen­de Punk­te berück­sich­tigt sein müssen:

 Inno­va­ti­vi­tät der Geschäftsidee
2   Machbarkeit
3   Kun­den­nut­zen, Bedarf
4   Adres­sier­ter Markt, Bran­che, Wettbewerbssituation

Bei einem posi­ti­ven Votum der Jury kann dann der Antrag beim Pro­jekt­trä­ger in Jülich gestellt werden.

Das ist im Paket enthalten:

1   Der Sti­pen­di­at erhält 1.000 Euro pro Monat für ein Jahr
 Das Grün­der­netz­werk betreut den Sti­pen­dia­ten kos­ten­frei durch einen Coach.
3   Das Grün­der­netz­werk unter­stützt die Sti­pen­dia­ten bei der Kapitalakquise.
 Das Grün­der­netz­werk ver­mit­telt Kontakte.

Autor: Heinz Wisnitzer

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Das Leis­tungs­port­fo­lio umfasst die Grün­dungs-, Ent­wick­lungs- und Stand­ort­be­ra­tung für die gewerb­li­che Wirt­schaft sowie die Betreu­ung und Steue­rung von Pro­jek­ten. Neben Fra­gen der Finan­zie­rung gehö­ren Fra­gen der Per­so­nal- und Flä­chen­ver­mitt­lung (Grund­stü­cke und Immo­bi­li­en) eben­so dazu wie das beglei­ten­de Genehmigungsmanagement.

Wir über­stüt­zen Start-ups bei allen Fra­gen um die Exis­tenz­grün­dung, ver­mit­teln Exper­ten und stel­len Kon­tak­te her.


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Das Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tut WbI hat seit 15 Jah­ren einen Schwer­punkt in der Exis­tenz­grün­dungs- und Unter­neh­mens­be­ra­tung. Das WbI befin­det sich in Ober­hau­sen zen­tral in der City im Forum am Alt­markt und ist zer­ti­fi­ziert, um u. a. Akti­vie­rungs- und Ver­mitt­lungs­gut­schei­ne der Arbeits­agen­tu­ren und Job­cen­ter für Exis­tenz­grün­der anzunehmen.

Jeder Exis­tenz­grün­der oder Selbst­stän­di­ge kann im WbI eine unver­bind­li­che und kos­ten­freie Erst­be­ra­tung in Anspruch neh­men. Monat­lich wird ein Tages­se­mi­nar „Basis­wis­sen Exis­tenz­grün­dung“ ange­bo­ten. Das Wei­ter­bil­dungs­in­sti­tut setzt bei den Bera­tun­gen dann auf unter­schied­li­che Fach­leu­te, wie Betriebs­wir­te, Ban­ker, Buch­hal­ter, Steu­er­be­ra­ter, Juris­ten, Ver­si­che­rungs­fach­leu­te, Mar­ke­ting­ex­per­ten, Ver­triebs­trai­ner und Psy­cho­lo­gen. Unse­re Bera­ter und Coa­ches brin­gen spe­zi­fi­sche Kennt­nis­se aus den unter­schied­lichs­ten Bran­chen mit.


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