Nach vie­len Rekord­wer­ten in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit hat die Gäs­teent­wick­lung in der hie­si­gen Hotel­le­rie eine klei­ne Ver­schnauf­pau­se ein­ge­legt.

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Das neue Holi­day Inn Express Hotel am Cen­tro eröff­net im April 2019

 

Erstmalig seit 2015 liegen die Übernachtungszahlen in Oberhausen wieder knapp unter Vorjahresniveau. Eine generelle Trendwende sieht die Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH (OWT) darin jedoch nicht.

Mit einem Minus von 1,2 Pro­zent bei den Ankünf­ten und 1,6 Pro­zent bei den Über­nach­tun­gen lagen die Ober­hau­se­ner Beher­ber­gungs­zah­len des Jah­res 2018 mode­rat unter denen des Ver­gleichs­zeit­raums 2017. Laut sta­tis­ti­schem Lan­des­be­trieb IT​.NRW mit Sitz in Düs­sel­dorf haben dem­nach genau 234.032 Gäs­te im Stadt­ge­biet über­nach­tet. Mit einer durch­schnitt­li­chen Auf­ent­halts­dau­er von etwas mehr als 2 Tagen pro Gast ergibt sich dar­aus eine Gesamt­an­zahl von 476.177 Über­nach­tun­gen. Bei den Tou­ris­ten aus dem Aus­land war 2018 die Grup­pe der Nie­der­län­der mit 25.128 Über­nach­tun­gen am stärks­ten in Ober­hau­sen ver­tre­ten (plus 0,5 Pro­zent Ankünf­te, plus 2,1 Pro­zent bei Über­nach­tun­gen), gefolgt von Bel­gi­ern, Öster­rei­chern, Bri­ten und Polen. Bedingt durch ein eher durch­wach­se­nes Mes­se­jahr ist bei den aus­län­di­schen Gäs­ten jedoch ins­ge­samt eben­falls ein Rück­gang fest­zu­stel­len. Den­noch liegt Ober­hau­sen bei der Bet­ten­aus­las­tung mit 50 Pro­zent wei­ter­hin in der Spit­zen­grup­pe aller kreis­frei­en Städ­te in Nord­rhein-West­fa­len, direkt hin­ter Köln, Aachen und Hagen.

Die OWT bleibt daher zuver­sicht­lich, was die tou­ris­ti­sche Zukunft der Stadt anbe­langt. „Man muss die bis­he­ri­ge Gesamt­ent­wick­lung berück­sich­ti­gen“, ver­si­chert Rai­ner Suhr, OWT-Spar­ten­lei­ter für Tou­ris­mus. „In den ver­gan­ge­nen fünf­zehn Jah­ren hat­te Ober­hau­sen fast aus­schließ­lich Tou­ris­mus­re­kor­de zu ver­mel­den und die Bet­ten­aus­las­tung ist noch immer unver­än­dert auf hohem Niveau.“ So sei­en die Über­nach­tungs­zah­len allein von 2010 bis 2017 um 50 Pro­zent gestie­gen, die Anzahl ange­bo­te­ner Bet­ten jedoch ledig­lich um knapp 7 Pro­zent. „Trotz des leich­ten Rück­gangs in 2018 trifft grund­sätz­lich ein sehr robus­tes Nach­fra­ge­wachs­tum auf eine über Jah­re hin­weg nahe­zu gleich­blei­ben­de Ange­bots­si­tua­ti­on. Die Hotel­ka­pa­zi­tä­ten wer­den im Früh­jahr durch die Eröff­nung zwei­er neu­er Häu­ser erwei­tert. Das wie­der­um erhöht die Chan­cen auf einen wei­te­ren Ent­wick­lungs­schub hin­sicht­lich zukünf­ti­ger Über­nach­tungs­zah­len im Stadt­ge­biet“, ergänzt Suhr wei­ter. Außer­dem pro­fi­tie­re Ober­hau­sen wei­ter­hin von gro­ßen Besu­cher­ma­gne­ten wie dem Cen­tro, dem Gaso­me­ter, Musi­cals im Sta­ge Metro­nom Thea­ter, Shows in der König-Pil­se­ner-Are­na, vie­len wei­te­ren Attrak­tio­nen und abwechs­lungs-rei­chen Open-Air-Events.

Ober­hau­sen Tou­ris­mus
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