NRW-Sofort­hil­fe: 2.000 Euro für Lebens­un­ter­halt abre­chen­bar

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Lebens­hal­tungs­kos­ten durch die NRW-Sofort­hil­fe
In der Debat­te um die Deckung der Lebens­hal­tungs­kos­ten durch die NRW-Sofort­hil­fe hat das Land nun eine soge­nann­te Ver­trau­ens­schutz-Lösung gefun­den. Nach Vor­ga­be des Bun­des darf die Sofort­hil­fe nur für lau­fen­de betrieb­li­che Sach- und Finanz­auf­wen­dun­gen ver­wen­det wer­den und nicht für den Lebens­un­ter­halt. Dies war zunächst nicht klar bei der Bean­tra­gung ersicht­lich. Dar­um kön­nen Klein­un­ter­neh­mer, die bis Ende April einen Antrag gestellt haben für die Mona­te März und April jeweils 1.000 Euro als Unter­neh­mer­lohn zu den Betriebs­kos­ten zäh­len. Dies gilt auch für frei­schaf­fen­de Künst­le­rin­nen und Künst­ler. Wer jedoch bereits Grund­si­che­rung bean­tragt oder bereits Gel­der durch das Sofort­hil­fe­pro­gramm für Künst­ler und Kul­tur­schaf­fen­de bewil­ligt bekom­men habe, kön­ne die neue Rege­lung nicht in Anspruch neh­men.

Die Solo-Selbst­stän­di­gen und Klein­un­ter­neh­mer, die unter die neue Rege­lung fal­len, kön­nen beim abschlie­ßen­den Nach­weis am Ende des drei­mo­na­ti­gen Bewil­li­gungs­zeit­raums der Ver­wen­dung des Gel­des 2.000 Euro für ihren Lebens­un­ter­halt gel­tend machen. Dazu erhal­ten alle Zuschuss­emp­fän­ger ein Schrei­ben mit einem ent­spre­chen­den Vor­druck sowie einer Anlei­tung. Zu viel erhal­te­ne Hil­fe muss an die Lan­des­kas­se zurück­ge­zahlt wer­den, nun aber eben 2.000 Euro weni­ger.

NRW-Sofort­hil­fe: Neue Anträ­ge bis Ende Mai mög­lich
Anträ­ge auf die NRW-Sofort­hil­fe sind auch wei­ter­hin mög­lich. Die Frist für Antrag­stel­lung wur­de bis Ende Mai ver­län­gert. Die Kos­ten für den Lebens­un­ter­halt wer­den dann jedoch nicht mehr über­nom­men. Ab Mai müs­sen Solo-Selbst­stän­di­ge und Klein­un­ter­neh­mer die Grund­si­che­rung bean­tra­gen, wie es das Bun­des­pro­gramm vor­sieht. Bis­lang sind mehr als 400.000 Sofort­hil­fe-Anträ­ge in NRW gestellt wor­den, fast alle sind bereits abge­ar­bei­tet. Die aus­ge­zahl­te Gesamt-För­der­sum­me liegt bei rund vier Mil­li­ar­den Euro.

MKW-Sofort­hil­fe­pro­gramm für frei­schaf­fen­de Künst­ler auf­ge­stockt
Mit zusätz­li­chen Mit­teln in Höhe von 27 Mil­lio­nen Euro wird zudem die Unter­stüt­zung für frei­schaf­fen­de Künst­ler aus­ge­wei­tet: Das Mit­te März auf­ge­leg­te Sofort­hil­fe­pro­gramm des Minis­te­ri­ums für Kul­tur- und Wis­sen­schaft wird auf 32 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt. Bis zu 13.000 wei­te­re Kul­tur­schaf­fen­de, die bereits einen Antrag gestellt haben, erhal­ten damit einen Zuschuss von 2.000 Euro für die Mona­te März und April. Neue Anträ­ge sind nicht mög­lich. Antrags­be­rech­tig­te, die bis­lang auf­grund der Mit­tel­be­gren­zung auf fünf Mil­lio­nen Euro nicht zum Zuge gekom­men sind, erhal­ten unter Nach­weis ihrer künst­le­ri­schen Tätig­keit (Mit­glied­schaft in Künst­ler­so­zi­al­kas­se oder ande­rem Künst­ler­bund) den finan­zi­el­len Zuschuss für ihren Lebens­un­ter­halt. Auch hier gilt die Vor­aus­set­zung , dass sie im März und April kei­ne Leis­tun­gen aus dem MKW-Pro­gramm, der NRW-Sofort­hil­fe 2020 oder der Grund­si­che­rung bezo­gen haben.

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Lie­be Nut­ze­rin­nen und Nut­zer, auf­grund der dyna­mi­schen Situa­ti­on ändern und ergän­zen wir die Inhal­te. Wir recher­chie­ren die­se Anga­ben nach bes­ten Wis­sen und Gewis­sen. Den­noch kön­nen wir für die Rich­tig­keit oder Voll­stän­dig­keit kei­ne Gewähr über­neh­men.

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