Ergeb­nis wur­de heu­te der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt

 

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

V.li.: Jörg Bisch­off (Kreis­hand­werks­meis­ter), Frank Lich­ten­held (Geschäfts­füh­rer OWT), Tho­mas Schick­tanz (DGB), Dezer­nent Ralf Gül­den­zopf, Tho­mas Gäng (Vor­stand Stadt­spar­kas­se), Gör­ge Deer­berg (Fraun­ho­fer Umsicht), Sven Loh­berg (Arbeits­agen­tur Ober­hau­sen), Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Schranz, Heinz-Jür­gen Hacks (IHK Essen) sowie Wolf­gang Schmitz (Haupt­ge­schäfts­füh­rer Unter­neh­mer­ver­band)
(Foto: Stadt Ober­hau­sen)

Sieben Leitziele, 12 Fokusprojekte, 42 konkrete Vorschläge, eine Vielzahl weiterer Ideen und Anregungen – der Masterplan Wirtschaft Oberhausen fasst zusammen, was rund 200 engagierte Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung, Gewerkschaft, Politik, Verwaltung und vielen anderen Institutionen seit Mitte 2018 entwickelt haben.

Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Stadt­ge­sell­schaft ein­te dabei ein Ziel: Einen Rah­men für einen robus­ten und zukunfts­fä­hi­gen Wirt­schafts­stand­ort her­aus­zu­ar­bei­ten und so die posi­ti­ve Ent­wick­lung Ober­hau­ens der letz­ten Jah­re fort­zu­set­zen.

Der Plan ent­hält sowohl kurz- als auch mit­tel- und lang­fris­ti­ge Pro­jek­te, zu denen u.a. Infra­struk­tur­maß­nah­men gehö­ren. Dies bedeu­tet: Er ist ein wich­ti­ger Schritt, dem nun aber noch ganz vie­le wei­te­re fol­gen wer­den.

Die sie­ben Leit­zie­le des Mas­ter­plans Wirt­schaft sind:

Ober­hau­sen ist … wirt­schafts­freund­lich
Ober­hau­sen ist … qua­li­fi­ziert
Ober­hau­sen ist … inno­va­tiv
Ober­hau­sen ist … smart
Ober­hau­sen ist … lebens­wert
Ober­hau­sen ist … resi­li­ent
Ober­hau­sen ist … selbst­be­wusst

Jedes die­ser Leit­zie­le wird im Mas­ter­plan näher beschrie­ben, dar­an anschlie­ßend wer­den kon­kre­te Vor­schlä­ge (Das machen wir/So machen wir das) benannt. Eini­ge Bei­spie­le: Abbau büro­kra­ti­scher Hür­den, Koope­ra­tio­nen von For­schungs­ein­rich­tun­gen mit klei­nen und mitt­le­ren Aus­bil­dungs­be­trie­ben, Schaf­fung zukunfts­fä­hi­ger Wohn­mög­lich­kei­ten, Rand­zei­ten-Betreu­ung von Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, bes­se­re Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf, ziel­ge­rich­te­te Ver­mark­tung von Flä­chen, Stär­kung von Tou­ris­mus und Enter­tain­ment, Auf­bau eines Leer­stands­ma­nage­ments, ein jähr­li­cher Mit­tel­stands­emp­fang…

In eini­gen Berei­chen ist bereits mit der Umset­zung der Pro­jek­te begon­nen wor­den, z.B.:

  • für die Smart-City-Stra­te­gie ist eine Bestands­ana­ly­se erfolgt und ein För­der­an­trag gestellt,
  • für den Glas­fa­ser­aus­bau liegt ein Aus­bau­kon­zept vor. Hier gibt es bereits kon­kre­te För­der­zu­sa­gen für die Ver­sor­gung von „wei­ßen Fle­cken“,
  • die Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Schu­len schrei­tet vor­an,
  • in der Neu­en Mit­te wird ein moder­nes und nach­hal­ti­ges Wohn­quar­tier geplant,
  • für die bes­se­re Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie wer­den ab dem nächs­ten Kin­der­gar­ten­jahr die Betreu­ungs­zei­ten in 31 Kitas aus­ge­wei­tet, in fünf Modell-Kitas wird Rand­zeit­be­treu­ung ange­bo­ten.

Der Mas­ter­plan Wirt­schaft bil­det die Grund­la­ge für einen ste­tig fort­lau­fen­den Pro­zess, um Ober­hau­sen wei­ter zukunfts­fä­hig auf­zu­stel­len. Er ist ein „Living Docu­ment“ und wird in den nächs­ten Jah­ren immer wie­der erwei­tert und ange­passt. Auch zukünf­tig kön­nen so neue Ide­en und Pro­jek­te auf­ge­nom­men und bestehen­de ange­passt wer­den. Des­we­gen bleibt auch der Len­kungs­kreis bestehen. Er wird die Umset­zung der Maß­nah­men wei­ter beglei­ten und neue Aspek­te dis­ku­tie­ren.

Dani­el Schranz, Ober­bür­ger­meis­ter: „Wirt­schaft ist ein ganz zen­tra­les The­ma in unse­rer Stadt. Mit die­sem Mas­ter­plan haben wir kon­kre­te Zie­le ent­wi­ckelt und Lösun­gen erar­bei­tet, um Ober­hau­sen fit für die Zukunft zu machen. Ich dan­ke allen, die sich dar­an betei­ligt haben und wei­ter mit uns dar­an arbei­ten.“

Ralf Gül­den­zopf, Dezer­nent für Stra­te­gi­sche Pla­nung und Stadt­ent­wick­lung: „An dem Pro­zess fand ich gut, dass wir schon in die kon­kre­te Umset­zung gegan­gen sind, zum Bei­spiel mit dem Pro­jekt Woh­nen in der Neu­en Mit­te, mit Smart City und den För­der­an­trä­gen, die wir gestellt haben.“

Prof. Gör­ge Deer­berg, Fraun­ho­fer Umsicht: „Ich freue mich auf die Umset­zung der Ide­en und des Kon­zep­tes beson­ders, weil die Koope­ra­ti­on und die krea­ti­ve Dis­kus­si­on im Lauf des Pro­zes­ses sehr erfolg­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se gelie­fert haben. Es wäre zu scha­de, die­se nicht umzu­set­zen. Mich freut es beson­ders, dass es gelun­gen ist, alle Part­ner ein­zu­bin­den, um durch die Fort­set­zung und Umset­zung den Stand­ort Ober­hau­sen zu stär­ken.“

Tho­mas Schick­tanz, DGB: „An dem Pro­zess fand ich gut, dass sich so vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an die­ser Auf­ga­be betei­ligt haben.“

Sven Loh­berg, Arbeits­agen­tur Ober­hau­sen: „Das wich­tigs­te Ergeb­nis für mich ist, dass Ober­hau­sen mit den Pro­jek­ten ,Azu­bi-Leben 4.0‘ und der Kam­pa­gne ,Aus­bil­dung als attrak­ti­ves Gut‘ sich stark macht für das Erfolgs­mo­dell und den Trei­ber der Fach­kräf­teent­wick­lung, näm­lich die dua­le Aus­bil­dung.“

Dirk Grü­ne­wald, Ehren­prä­si­dent IHK zu Essen: „Das wich­tigs­te Ergeb­nis ist für mich, dass ein Weg für die Zukunfts­fä­hig­keit Ober­hau­sens auf­ge­zeigt wird.“

Wolf­gang Schmitz, Unter­neh­mer­ver­band: „Wirt­schaft wird durch die Ide­en des Mas­ter­plans ein Kern­an­lie­gen in die­ser Stadt. Das Ziel: mehr Wachs­tum, mehr Beschäf­ti­gung und mehr Inves­ti­tio­nen aus­lö­sen. Ein zen­tra­les Ergeb­nis des Mas­ter­plans ist der ,One-Stop-Shop‘ für Unter­neh­men. Nicht nur bestehen­den Unter­neh­men, die erwei­tern oder neu bau­en wol­len, son­dern auch ansied­lungs­wil­li­gen Betrie­ben kann so schnell und ziel­si­cher gehol­fen wer­den – und das behör­den- und geneh­mi­gungs­über­grei­fend mit einem fes­ten Ansprech­part­ner. In die­ser Stadt, die Steu­ern und Abga­ben – erst recht nicht in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie – nicht ad hoc sen­ken kann, ist eine sol­che ,Poli­tik ohne Geld‘ ein wich­ti­ger Motor.“

Jut­ta Kruft-Loh­ren­gel, IHK zu Essen: „Ich freue mich auf die Umset­zung der Ide­en und des Kon­zep­tes beson­ders, weil Ober­hau­sen ein­fach eine groß­ar­ti­ge Stadt ist, die es ver­dient hat, wirt­schaft­lich erfolg­reich zu sein.“

Frank Lich­ten­held, OWT Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung: „Das wich­tigs­te Ergeb­nis für mich ist, dass The­men struk­tu­riert und prio­ri­siert sowie Macher benannt wur­den. Alle haben nun einen Plan, den es mit Leben, Mei­len­stei­nen und Pro­jek­ten zu fül­len gilt.“

Tho­mas Gäng, Stadt­spar­kas­se Ober­hau­sen: „Ich freue mich auf die Umset­zung der Ide­en und des Kon­zep­tes beson­ders, weil es die gute Ent­wick­lung Ober­hau­sens ver­ste­ti­gen wird.“

Jörg Bisch­off, Kreis­hand­wer­ker­schaft Mül­heim an der Ruhr – Ober­hau­sen: „Die wich­tigs­ten Ergeb­nis­se sind für mich die digi­ta­le Bau-Akte, das Bekennt­nis aller zur dua­len Aus­bil­dung, die Ver­ga­be Smar­tes Hand­werk sowie die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf.“

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