Mit­tel­stand Inno­va­tiv & Digi­tal (MID) ermög­licht es klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men aller Bran­chen, kon­kre­te Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te umzu­set­zen. Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer kön­nen mit­hil­fe des Gut­scheins einen umfas­sen­den Digi­ta­li­sie­rungs­auf­trag an exter­ne Auf­trag­neh­mer ver­ge­ben, um intel­li­gen­te und digi­ta­le Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren wei­ter- oder neu zu ent­wi­ckeln.

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Beratungs-, Entwicklungs- oder Umsetzungstätigkeiten können bei einer wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Unternehmen beauftragt werden.

Am Anfang des Pro­jekts kann ein Ana­ly­se­schritt ste­hen. So kann bei­spiels­wei­se in einer Poten­zi­al- oder Sta­tus-quo-Ana­ly­se unter­sucht wer­den, in wel­chem Aus­maß das neue oder zu opti­mie­ren­de Pro­dukt, Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren oder die Dienst­leis­tung bereits digi­ta­li­siert ist. Im Fokus des Pro­jekts muss aber der zwei­te, obli­ga­to­ri­sche Schritt ste­hen: die Umset­zung der geplan­ten Ent­wick­lung.

För­der­schwer­punk­te

Das Pro­jekt kann in allen Bran­chen und The­men­fel­dern ange­sie­delt sein. Schwer­punkt­mä­ßig sol­len mit der Gut­schein­va­ri­an­te MID-Digi­ta­li­sie­rung die Ent­wick­lung und der Ein­satz intel­li­gen­ter Appli­ka­tio­nen sowie die digi­ta­le Ver­net­zung von Maschi­nen geför­dert wer­den.

Hier­für soll vor allem auf den bereits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren geschaf­fe­nen Mög­lich­kei­ten, gro­ße Daten­men­gen zu erfas­sen, auf­ge­baut wer­den: KMU wer­den nun dazu ermu­tigt, Daten nicht nur zu erhe­ben, son­dern auch mit Metho­den des maschi­nel­len Ler­nens aus­zu­wer­ten. Auf die­se Wei­se kön­nen basie­rend auf Algo­rith­men neue Wege der Auto­ma­ti­sie­rung und Vor­her­sa­ge gene­riert wer­den.

In der Pro­duk­ti­on kön­nen so Aus­schuss­zah­len oder Nach­rüst­zei­ten redu­ziert wer­den, wenn mit­ein­an­der ver­netz­te Maschi­nen selbst­stän­dig Pro­ble­me erken­nen. Im Bau­ge­wer­be eröff­nen sich Mög­lich­kei­ten, digi­ta­le Werk­zeu­ge zu ent­wi­ckeln und mit­tels Aug­men­ted Rea­li­ty zu erpro­ben. Und im Gesund­heits­we­sen kön­nen bei­spiels­wei­se alters­ge­rech­te Assis­tenz­sys­te­me trai­niert wer­den. Idea­ler­wei­se soll­te bei den Pro­jek­ten auch die IT-Sicher­heit berück­sich­tigt wer­den – reine/allgemeine Maß­nah­men aus die­sem Bereich wer­den jedoch nicht geför­dert.

Antrag­stel­lung

Anträ­ge stel­len die KMU selbst. Dabei wird der Antrag online über das Antrags­mo­dul gene­riert und durch den Ver­sand der Anla­ge „Abschlie­ßen­de Erklä­rung zur Antrag­stel­lung MID-Gut­schein“ rechts­kräf­tig. Sobald ein Unter­neh­men eine För­der­zu­sa­ge (Zuwen­dungs­be­scheid) erhal­ten hat, kann es eine Hoch­schu­le, eine For­schungs­ein­rich­tung oder ein Unter­neh­men der frei­en Wirt­schaft (Start-up, Inge­nieur­bü­ro, IT-Bera­tung, etc.) mit Sitz in der Euro­päi­schen Uni­on beauf­tra­gen.

Die För­de­rung erfolgt nach dem Aus­ga­ben­er­stat­tungs­prin­zip, bei dem die Unter­neh­men zunächst in Vor­leis­tung gehen und nach dem Pro­jekt­ab­schluss den För­der­an­teil zurück­er­stat­tet bekom­men. Der Anteil der Rück­erstat­tung (För­der­quo­te) liegt für klei­ne Unter­neh­men bei 50 Pro­zent, für mitt­le­re Unter­neh­men bei 30 Pro­zent. Um digi­tal gestärkt aus der Coro­na-Kri­se her­vor­ge­hen zu kön­nen, wer­den die För­der­quo­ten für alle Anträ­ge, die bis zum Stich­tag 31.12.2020 ein­ge­hen, für klei­ne Unter­neh­men auf 80 Pro­zent erhöht. Für mitt­le­re Unter­neh­men gilt ent­spre­chend eine höhe­re För­der­quo­te von 60 Pro­zent. Die maxi­ma­le För­der­sum­me beträgt bis zu 15.000 Euro.

Antrag­stel­lung
Infor­ma­tio­nen zu den Gut­schei­nen
zurück zur Über­sicht