IHK infor­miert über Bera­tungs­an­ge­bo­te und spe­zi­el­le Webi­na­re für Unter­neh­men.

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Mit dem im Dezember abgeschlossenen Handelsvertrag zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich (UK) konnte der Brexit noch rechtzeitig zum Ablauf der Übergangsphase abgeschlossen werden.

Der Brex­it-Deal ist grund­sätz­lich posi­tiv zu bewer­ten,“ erklärt Dr. Gerald Püchel, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer zu Essen (IHK). Das Han­dels­ab­kom­men ver­hin­de­re Zöl­le und erleich­te­re die Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen. „Den­noch kom­men spür­ba­re Belas­tun­gen auf die betrof­fe­nen Fir­men zu – wie mehr Büro­kra­tie, höhe­re Abwick­lungs­kos­ten und eine lang­sa­me­re Logis­tik,“ betont Dr. Püchel.

In der MEO-Regi­on haben über 500 Unter­neh­men Geschäfts­be­zie­hun­gen mit dem Ver­ei­nig­ten König­reich. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer erwar­tet, dass die Brex­it-Fol­gen noch län­ger zu spü­ren sein wer­den: „Gera­de zu Jah­res­be­ginn hat­ten die Betrie­be zahl­rei­che Fra­gen zur neu­en Pra­xis im Geschäfts­ab­lauf. Dabei ist der Bera­tungs­be­darf bran­chen­über­grei­fend – z. B. in Indus­trie, Logis­tik oder (Online-) Han­del – spür­bar gestie­gen.“ Der Groß­teil der Anfra­gen beträ­fe neue und unkri­ti­sche Ver­fah­rens­ab­läu­fe, die mit stei­gen­der Rou­ti­ne stemm­bar sei­en.

Mit eini­ger Sor­ge beob­ach­ten wir die Berei­che Mit­ar­bei­ter­ent­sen­dung und Steu­er­mel­dung,“ so der IHK-Chef. Nach­fra­gen von Unter­neh­men bezö­gen sich hier viel­fach auf kom­pli­zier­te Pro­zes­se und unkla­re Zustän­dig­kei­ten. „Soll­ten die­se Hür­den von Dau­er sein, ist davon aus­zu­ge­hen, dass wei­te­re Unter­neh­men aus dem UK-Geschäft aus­stei­gen. Bereits seit dem Brex­it-Refe­ren­dum im Jahr 2016 sind die Expor­te von NRW nach Groß­bri­tan­ni­en um über 20 Pro­zent gefal­len; das Land ist von Platz 4 auf Platz 7 der wich­tigs­ten Absatz­märk­te abge­rutscht.“

Die IHK unter­stützt die Fir­men mit umfang­rei­chen Infor­ma­tio­nen und indi­vi­du­el­ler Bera­tung.

Zudem wur­de in Zusam­men­ar­beit mit den übri­gen IHKs im Ruhr­ge­biet eine neue Webi­nar­rei­he „Busi­ness post-Brex­it“ für Unter­neh­men ent­wi­ckelt; sie star­tet Ende Janu­ar. In den kos­ten­frei­en Webi­na­ren wer­den die drän­gends­ten The­men­fel­der behan­delt: u. a. Waren­ver­kehr, Steu­ern, Mit­ar­bei­ter­ent­sen­dung, Logis­tik und Zer­ti­fi­zie­rung.

Infor­ma­tio­nen zur Webi­nar­rei­he sind unter www​.essen​.ihk24​.de, Dok.-Nr. 4999448 abruf­bar.

 

IHK-Ansprech­part­ner:
Marc Meck­le
marc.​meckle@​essen.​ihk.​de
Tel.: 0201/1892-240

Webi­nar­rei­he
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