For­schungs­zu­la­gen­ge­setz kann dabei unter­stüt­zen

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Kosten- und Innovationsdruck verschärft sich durch die Corona Pandemie.

Die Pan­de­mie mit Home­of­fice, mobi­lem Arbei­ten, Begeg­nun­gen per Videochat und Ein­kau­fen auf Dis­tanz hat wie im Zeit­raf­fer die Bedeu­tung der Digi­ta­li­sie­rung, aber auch deren Defi­zi­te her­aus­kris­tal­li­siert. Der Kos­ten- und Inno­va­ti­ons­druck in den Unter­neh­men ver­schärft sich. Das For­schungs­zu­la­gen­ge­setz soll Betrie­ben bei der Digi­ta­li­sie­rung und bei Inno­va­tio­nen hel­fen. Aber auch nach einem Jahr weiß ins­be­son­de­re im Mit­tel­stand kaum jemand von sei­ner Exis­tenz.

Das For­schungs­zu­la­gen­ge­setz ist bereits vor einem Jahr in Kraft getre­ten aber bedingt durch die Coro­na-Kri­se lei­der immer noch nicht sehr bekannt“, bedau­ert Zenit-Geschäfts­füh­rer Jür­gen Schnitz­mei­er. Das von Mit­glieds­un­ter­neh­men, dem Land Nord­rhein-West­fa­len und Ban­ken getra­ge­ne Zen­trum für Inno­va­ti­on und Tech­nik (Zenit) hat unter ande­rem die Auf­ga­be, klei­ne­re und mitt­le­re Betrie­be in NRW durch das Dickicht an För­der­pro­gram­men zu lot­sen.

Rechts­an­spruch auf För­de­rung

In der Coro­na-Kri­se bre­chen vie­len mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men die Umsät­ze und Lie­fer­ket­ten weg. In die­ser Zeit mit weni­ger Auf­trä­gen liegt die gro­ße Chan­ce, die Digi­ta­li­sie­rung sowie For­schung und Ent­wick­lung vor­an­zu­trei­ben und neue Koope­ra­ti­ons­part­ner zu suchen.

Mit Hil­fe des For­schungs­zu­la­gen­ge­set­zes kön­nen Unter­neh­men bran­chen- und the­men­un­ab­hän­gig ihre For­schungs- und Ent­wick­lungs­vor­ha­ben steu­er­lich gel­tend machen. Zenit wirbt dafür, weil es erst­mals einen Rechts­an­spruch auf För­de­rung dar­auf gebe. Ein­zi­ge Vor­aus­set­zung: Es muss ein Tes­tat für die Inno­va­ti­on vor­lie­gen. Die Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen obliegt Beschei­ni­gungs­stel­le For­schungs­zu­la­ge, die das Pro­jekt inhalt­lich prüft und am Ende eine Beschei­ni­gung aus­stellt.

Per­so­nal­aus­ga­ben rück­wir­kend gel­tend machen

Wenn Mit­tel­ständ­ler nach­wei­sen kön­nen, dass sie an einer wirk­li­chen Inno­va­ti­on arbei­ten, haben sie einen Rechts­an­spruch auf die För­der­mit­tel. Sie müs­sen nicht auf ein Pro­gramm war­ten, das für sie passt“, sagt Schnitz­mei­er und ver­weist dar­auf, dass die Mit­tel im Ver­gleich zu vie­len ande­ren Töp­fen nie­der­schwel­lig abzu­ru­fen sei­en. „Per­so­nal­aus­ga­ben kön­nen die Unter­neh­men auch rück­wir­kend gel­tend machen“.

In Deutsch­land mit sei­nen ver­gleichs­wei­se hohen Löh­nen sei das ein wert­vol­ler Bei­trag. Die För­de­rung kön­ne von der Steu­er­schuld abge­zo­gen, aber auch bar aus­ge­zahlt wer­den. Wegen der Coro­na-Kri­se hat der Gesetz­ge­ber für 2020 die Bemes­sungs­grund­la­ge pro Unter­neh­men auf eine Mil­li­on Euro ver­dop­pelt. 25 Pro­zent der Per­so­nal­kos­ten über­nimmt die öffent­li­che Hand.

MID För­der­pro­gramm

Laut Zenit ist die Reso­nanz bis­her sehr ver­hal­ten. Des­halb appel­liert das Unter­neh­men an Mit­tel­ständ­ler, das sehr unbü­ro­kra­ti­sche Pro­gramm zu nut­zen.

Wegen der Pan­de­mie hat die NRW-Lan­des­re­gie­rung das Pro­gramm „Mit­tel­stand inno­va­tiv und digi­tal – MID“ erwei­tert. Mit die­sem Pro­gramm stärkt das Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Inno­va­ti­on, Digi­ta­li­sie­rung und Ener­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len (MWIDE) klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men (KMU) dar­in, die Inno­va­ti­ons­kraft ihrer Betrie­be zu digi­ta­li­sie­ren, ihre Pro­duk­te, Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren digi­tal wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und so auch in Zukunft einer der wirt­schaft­li­chen Moto­ren des Lan­des zu sein.

Bis zum 30. Juni 2021 kön­nen Gut­schei­ne für Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben auch für die erst­ma­li­ge Umstel­lung von Bera­tungs- und Kurs­an­ge­bo­ten, die bis­lang phy­sisch statt­ge­fun­den haben, auf digi­ta­le Instru­men­te bean­tragt wer­den.

 

Kon­takt:
OWT Ober­hau­se­ner Wirt­schafts- und Tou­ris­mus­för­de­rung GmbH
Mar­tin Hinz­mann
Tel.: 0208 85036-28
martin.​hinzmann@​owtgmbh.​de

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