Das Land NRW will Unternehmen und Schulen in einem „Pakt für Informatik“ zusammenbringen.

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

zdi Oberhausen

Außerhalb des Unterrichts sollen die Partner praxisnah zusammenarbeiten, um die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Informatik und Digitalisierung zu unterstützen.

Insgesamt fünf Netzwerke soll es in NRW geben, drei davon in der Metropole Ruhr – in Kamp-Lintfort, Bottrop/Oberhausen und Hagen/Ennepe-Ruhr mit dem Märkischen Kreis.

Im Pilotvorhaben „FabStore“ des zdi-Zentrums Kamp-Lintfort an der Hochschule Rhein-Waal entsteht eine Online-Börse, auf der Open-Source-Produkte zum Nachbau angeboten werden. Diese Produkte können in Workshops oder Projektkursen sowie in Schulen und Schülerlabors verwendet werden. Auch Produkte, die zuhause nachgebaut werden können, sind geplant.

Die zdi-Zentren Bottrop und Oberhausen starten das Projekt „Digital4u“, in dem Jugendliche in Zusammenarbeit mit Experten aus der Wirtschaft über Apps, programmierbare Roboter oder Mikrocontroller Einblicke in unterschiedliche Anwendungsfelder erhalten. Dabei geht es um Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Energieinformatik oder Softwareentwicklung. In einem Projekt etwa programmieren die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe einer Blockprogrammiersprache eine Ampelschaltung.

„MI(N)T IT in die Zukunft – DigITal für SWF“ des Technikzentrums Südwestfalen gGmbH mit den zdi-Netzwerken technik_mark und Ennepe-Ruhr setzen Schülerinnen und Schüler praxisnahe Projekte um: Gemeinsam mit IT-Experten aus Unternehmen und der Fachhochschule programmieren sie eine CO2-Ampel und bauen eine App, über die die Daten ausgelesen werden können. Die Lernangebote sollen als Teil der MINT-Förderung einen festen Platz an den Schulen erhalten.

Die Pilotprojekte in Köln, Kamp-Lintfort, Bottrop und Oberhausen, Gütersloh und Südwestfalen haben nach den Sommerferien 2020 begonnen und sind zunächst auf zwei Schuljahre ausgelegt. Die Pilotphase unterstützt das Land mit 500.000 Euro.