Den Anfang mach­te das Tief­kühl­la­ger: Im Juni zog mit die­ser Waren­grup­pe der ers­te Teil­be­reich von Moers nach Ober­hau­sen und nahm den Betrieb am neu­en Stand­ort auf. Weni­ge Wochen spä­ter folg­te die „Fri­sche“ – also Obst, Gemü­se und Mol­ke­rei­pro­duk­te. Jetzt haben sich die Pro­zes­se für die­se bei­den Waren­grup­pen ein­ge­spielt und EDEKA Rhein-Ruhr lud zur Teil­er­öff­nung des Lagers an den Gold­am­mer­weg ein.

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Foto: OWT GmbH / Hans Blos­sey – August 2021

Teilbetrieb seit Juni / Hochlauf bis Sommer 2022

Peter Wagener, Geschäfts­füh­rer EDEKA Rhein-Ruhr, nutz­te den Anlass, um auf die grund­sätz­li­che Bedeu­tung der Han­dels­lo­gis­tik hin­zu­wei­sen: „In der Pan­de­mie haben wir gezeigt, dass wir auch unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen eine her­vor­ra­gen­de Lebens­mit­tel­ver­sor­gung in Deutsch­land sicher­stel­len kön­nen. Mit unse­rem neu­en Logis­tik­zen­trum in Ober­hau­sen bau­en wir unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit wei­ter aus.“ Für ihn ist das nur mit den rich­ti­gen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern mög­lich. Aktu­ell arbei­ten bereits über 400 Men­schen am neu­en Stand­ort. Der größ­te Teil hat zuvor im Lager Moers gear­bei­tet, rund 70 Stel­len wur­den bereits neu geschaf­fen. Per­spek­ti­visch soll die Zahl der Mit­ar­bei­ten­den auf bis zu 1.000 anwach­sen. 33 ver­schie­de­ne Berufs­bil­der gibt es im Logis­tik­zen­trum, in vier bil­det das Unter­neh­men schon jetzt in Ober­hau­sen aus.

In nur zwei Jah­ren Bau­zeit wur­den die 90.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Lager­hal­len fer­tig­ge­stellt – auf einem Are­al von ins­ge­samt 288.000 Qua­drat­me­tern. Dabei inves­tier­te EDEKA Rhein-Ruhr rund 110 Mil­lio­nen Euro in den Bau sowie wei­te­re 90 Mil­lio­nen in die tech­ni­sche Infra­struk­tur. „Gemein­sam mit Witron haben wir es geschafft, das Wis­sen und die Kom­pe­tenz unse­rer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter best­mög­lich mit tech­ni­schen Lösun­gen zu ver­knüp­fen und vie­le Berei­che zu auto­ma­ti­sie­ren. Ähn­li­ches ist uns im Obst- und Gemü­se­be­reich mit Cim­corp gelun­gen. Wir gehö­ren zu den ers­ten Unter­neh­men in Deutsch­land, die sich über­haupt an auto­ma­ti­sier­te Pro­zes­se für die­se emp­find­li­chen Lebens­mit­tel wagen“, erläu­tert Andy Bert­mann, Logis­tik­lei­ter EDEKA Rhein-Ruhr.

Neben den tech­ni­schen Inno­va­tio­nen setz­te EDEKA auch auf öko­lo­gi­sche Aspek­te. Das Wich­tigs­te sind sicher­lich die rund drei Mil­lio­nen LKW-Kilo­me­ter, die jähr­lich ein­ge­spart wer­den. Hin­zu kommt ein eige­nes Block­heiz­kraft­werk, das den Ener­gie­be­darf zum Hei­zen und Küh­len selbst erzeugt – zu gro­ßen Tei­len aus der Wär­me, die in den Hal­len entsteht.

Dani­el Schranz, Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Ober­hau­sen, hob vor allem die Bedeu­tung des Neu­baus für den Stand­ort her­vor: „Ein bes­se­res Bei­spiel für Struk­tur­wan­del könn­te man sich kaum aus­den­ken: Hier, wo erst die Zeche Hugo ihre Werk­stät­ten hat­te und spä­ter ein Teil der natio­na­len Koh­le­re­ser­ve gela­gert wur­de, steht nun eins der moderns­ten Lebens­mit­tel­la­ger Deutsch­lands. Wir sind froh, dass EDEKA Rhein-Ruhr Ober­hau­sen mit sei­ner logis­tisch her­vor­ra­gen­den Lage als Stand­ort für die­ses Pro­jekt gewählt hat – und beein­druckt von der Geschwin­dig­keit, in der der Bau rea­li­siert wur­de. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten und wün­sche viel Erfolg für die wei­te­re Entwicklung.“

zurück zur Übersicht