Pho­to­vol­ta­ik auf den Dächern der Gebäu­de von Unternehmen

Der Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen

Mit der Einführung des Erneuerbare Energien Gesetzes 2000 hat sich die dezentrale Stromproduktion mehr und mehr zu einem starken Pfeiler unserer Energiegewinnung entwickelt.

Neben den Land­wir­ten fin­den sich auch Pri­vat­per­so­nen in selbst­ver­wal­te­ten Bür­ger­initia­ti­ven zusam­men, um sowohl von der Ener­gie­wen­de zu par­ti­zi­pie­ren, als auch ihre regio­na­le Ver­bun­den­heit zum Aus­druck zu brin­gen. Auf­grund ihrer Grund­prin­zi­pi­en hat sich die Grün­dung in Form einer Genos­sen­schaft durch­ge­setzt, da hier unab­hän­gig von sei­ner Ein­la­ge­hö­he jedes Mit­glied gleich stimm­be­rech­tigt ist und die Gesamt­aus­rich­tung neben einer Gewinn­ma­xi­mie­rung auch sozia­le Zie­le verfolgt.

Auch wenn der Zenit der Genos­sen­schafts­bil­dun­gen (2009 – 2013) der­zeit über­schrit­ten scheint, hat sich hier im Lau­fe der Zeit umfas­sen­des Know-How gebil­det, dass in ver­schie­de­nen Geschäfts­mo­del­len auch Nicht­mit­glie­dern ange­bo­ten wird – sowohl pri­va­ten Haus­hal­ten und Unter­neh­men als auch kom­mu­na­len Betrieben.

Hohes Poten­ti­al für eine koope­ra­ti­ve Zusam­men­ar­beit von Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten und Wirt­schafts­un­ter­neh­men ergibt sich durch eine Neu­re­ge­lung der Bau­ord­nung des Lan­des NRW. Seit Anang 2022 müs­sen neu bean­trag­te Park­flä­chen von Gewer­be­ein­hei­ten mit mehr als 35 Stell­plät­zen über­dacht und mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen aus­ge­stat­tet wer­den, sofern sie dafür geeig­net sind. Alter­na­tiv ist auch die Instal­la­ti­on einer solar­ther­mi­schen Anla­ge zur Wär­me­er­zeu­gung möglich.

Als beson­de­rer The­men­schwer­punkt der Ener­gie­ge­nos­sen­schaf­ten hat sich die Strom­ge­win­nung durch Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen her­aus­kris­tal­li­siert. Fol­gen­de drei Geschäfts­mo­del­le bie­ten sie an:

1. Dach­pacht­mo­dell:
die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft pach­tet das Dach des Unter­neh­mens, speist den gewon­ne­nen Strom zu 100% ins öffent­li­che Netz ein und erhält dafür einen Fest­preis des Netz­be­trei­bers. – Anmer­kung: der­zeit eher rück­läu­fi­ges Modell, da der Fest­preis stän­dig sinkt

2. Kom­bi­nier­tes Dach­pacht- und Stromliefermodell:
die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft pach­tet das Dach des Unter­neh­mens und lie­fert den gewon­nen Strom zu einem indi­vi­du­ell ver­ein­bar­ten Strom­preis an das Unter­neh­men. – Anmer­kung: EEG-Umla­ge ist zu 100% zu entrichten

3. PV-Anla­gen­pacht­mo­dell:
die Ener­gie­ge­nos­sen­schaft ver­pach­tet die PV-Anla­ge an das Unter­neh­men, das sei­nen Strom selbst nutzt (oder ein­speist); die Ver­pach­tung kann mit oder ohne War­tungs­pa­ket erfol­gen. – Anmer­kung: bei die­sem Modell liegt die EEG-Umla­ge zwi­schen 0 – 40%.

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen und Kon­takt­da­ten unter:
https://​www​.ener​gie​agen​tur​.nrw/​b​l​o​g​s​/​e​r​n​e​u​e​r​b​a​r​e​/​b​e​i​t​r​a​e​g​e​/​f​a​c​h​b​e​i​t​r​a​g​-​a​u​s​-​d​e​r​-​p​e​r​s​p​e​k​t​i​v​e​-​d​e​r​-​e​n​e​r​g​i​e​g​e​n​o​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​e​n​-​a​k​t​u​e​l​l​e​-​u​n​d​-​z​u​k​u​e​n​f​t​i​g​e​-​t​a​e​t​i​g​k​e​i​t​s​b​e​r​e​i​c​h​e​-​v​o​n​-​e​n​e​r​g​i​e​g​e​n​o​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​e​n​-​i​n​-​n​o​r​d​r​h​e​i​n​-​w​e​s​t​f​a​l​en/

http://​www​.ene​gie​ge​nos​sen​schaft​-hand​werk​.de/

http://​www​.begrw​.de/

Kon­takt
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Mari­on Dunke
Tel.: 0208 85036-29
marion.​dunke@​owtgmbh.​de

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