Im Ruhrgebiet gibt es im ersten Halbjahr 2025 kaum mehr Leerstand bei Büroimmobilien als im Jahr zuvor. Ende Juni 2025 lag die Leerstandsquote im Ruhrgebiet bei 5,5 Prozent, in den Kernstädten bei 5,9 Prozent – jeweils nur 0,1 Prozentpunkte mehr als Ende 2024.

Büro-Leerstand bleibt stabil – Startsignal für Investoren und Unternehmen
Den Immobilienmarktbericht Ruhr veröffentlicht die BMR zweimal im Jahr mit aktuellen Marktdaten zu den Assetklassen Büro, Logistik, Einzelhandel und Unternehmensimmobilien. Den Daten liegt die Analyse der bulwiengesa AG sowie namhafter Maklerunternehmen des Ruhrgebiets zugrunde. Die BMR bedankt sich deshalb bei Anteon, Brockhoff und Partner, BNP Paribas, Cubion, Jones Lang LaSalle und Ruhr Real.
Die stabilen Leerstandsquoten trotz Fertigstellungen mit rund 30.000 Quadratmetern allein in den vier großen Kernstädten beweisen, dass Neubauqualitäten im Bürosegment vom Markt abgenommen werden“, sagt Jörg Kemna, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH (BMR) bei der Vorstellung des Immobilienmarktberichts Ruhr. „Alle neuen Flächen werden schon heute vom Markt absorbiert, obwohl viele Unternehmen angesichts der Konjunktur mit Neubau und Neuanmietungen noch warten. Diese Zurückhaltung wird nicht ewig anhalten“, so Kemna.
Insgesamt waren im ersten Halbjahr 2025 30.200 Quadratmeter Bürofläche neugebaut worden, ein deutlicher Rückgang um 75,3 Prozent von 122.200 Quadratmetern im Vergleichszeitraum 2024. Auch der Neubau von Logistikimmobilen ging um 34,3 Prozent zurück. Weniger deutlich gingen die Flächenumsätze zurück. Büro im gesamten Ruhrgebiet um -2,7, bei Logistik um -17,5 Prozent. „Diese Zurückhaltung ähnelt in vielen Punkten den großen deutschen Immobilienmärkten“, erklärt Jörg Kemna: „Mit Blick auf die knappen Flächenreserven im Ruhrgebiet sollten Unternehmen und Investoren jetzt schon beginnen, Flächen zu sichern.“
